Fr., 16.06.2017

Motorradtage Biken – ein Lebensgefühl

Münster-Coerde - 

Bis Sonntag gibt es Gruppenausfahrten, einen Trial-Wettbewerb und die Aufgaben- und Orientierungsfahrt. Zum Abschluss der Motorradtage gibt es wieder den Motorrad-Korso, der um 11.45 Uhr vom Kotten aus zum Treffpunkt am Nienberger Möbelhaus Finke führt und dann zum Prinzipalmarkt. 

Von Siegmund Natschke

Werner Czerniak (69) fährt eine BMW GS 1200. „Die wiegt fünf Zentner“, sagt der Münsteraner. Er ist einer von etwa 1000 Teilnehmern der Motorradtage, die vom Verein „Mot-Treff-Kotten“ veranstaltet werden. Das Gewicht seiner Maschine ist für ihn kein Problem. Kräftig ist er und ein routinierter Fahrer obendrein. Auf dem Beifahrersitz seiner Maschine nimmt er selbstverständlich seine Ehefrau Elisabeth mit.

Fronleichnam war der erste Tag dieses rollenden Events. Mit seiner Honda fuhr Biker Eugen Wichtrup auf dem Gelände am Coerder Liekweg vor. Mit seiner Frau war er mittels Gegensprechanlage verbunden. Deshalb sah man an seinem Helm auch ein Mikro. „Immer, wenn ich Zeit habe, fahre ich zu den Motorradtagen“, betonte Eugen Wichtrup. Das ist bei vielen Bikern so. „Motorradfahren ist eine Leidenschaft“, meinte Beate Klann vom Verein „Mot-Treff-Kotten“. Vom Kind bis zum „späten Rentner“ seien alle vertreten: „Wir sind da nicht festgelegt.“

Auch bei den Motorrädern reichte die Spanne vom Zweirad-Klassiker, der legendären Harley, bis zum „Mini-Motorrad“ für den Nachwuchs: All das konnte man auf der Anlage des Vereins am Coerder Liekweg 80 bewundern.

Gemütlich mochte es ein Liebhaber eines „Heinkel Tourist“-Motorrollers aus dem Jahr 1960: „Damit fahre ich immer zur Arbeit“, sagte der stolze Besitzer. Allerdings: „Das geht auch auf den Rücken.“ Deswegen müsse er es auch nicht haben, damit mehrere Hundert Kilometer auf der Autobahn zu fahren. Eventuelle Reparaturen seien bei dem Motorroller kein Problem: „Ich bringe die Maschine wieder zum Laufen.“

Noch nicht ganz so alt wie die geliebte „Heinkel“ ist die Veranstaltung selbst. Seit 1981 gebe es die Motorradtage, erklärte James Goldhagen, genannt „Chef“, der erste Vorsitzende des Vereins „Mot-Treff-Kotten“. Damals habe es eine „Jugendgruppe der Mofafahrer“ gegeben, die sich regelmäßig im ehemaligen „Jugendzentrum Kinderhaus“ getroffen habe. Aus deren „Aus- und Orientierungsfahrt“ hätten sich dann die „Motorradtage“ entwickelt, die jährlich stattfanden, außer 2010. In jenem Jahr sei der inzwischen gegründete Verein „Mot-Treff-Kotten“ an den Liekweg umgezogen, erklärte Goldhagen.

Bis Sonntag gibt es während der inzwischen 36. Ausgabe des Events etliche Gruppenausfahrten, einen Trial-Wettbewerb und die Aufgaben- und Orientierungsfahrt. Am heutigen Samstag (18 Uhr) hält Pfarrer Martin Elbers auf dem Vereinsgelände den ökumenischen Motorrad-Gottesdienst.

Zum Abschluss der Motorradtage gibt es wieder den Motorrad-Korso, der um 11.45 Uhr vom Kotten aus zum Treffpunkt am Nienberger Möbelhaus Finke führt und schließlich den Prinzipalmarkt erreichen wird. Um 13 Uhr findet dort die Verleihung des „Wanderpokals“ statt. 

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