Sa., 12.08.2017

An der Markuskita wird angebaut Mehr Platz zum Spielen und Toben

Die Kinder freuen sich schon auf die neuen Räume – und sind von der Baustelle aber mindestens genauso angetan. Kita-Leiterin Gabriele Jasper (hinten, l.) und Architektin Diana Danne (hinten, 2.v.r.) beobachten begeistert den zügigen Baufortschritt.

Die Kinder freuen sich schon auf die neuen Räume – und sind von der Baustelle aber mindestens genauso angetan. Kita-Leiterin Gabriele Jasper (hinten, l.) und Architektin Diana Danne (hinten, 2.v.r.) beobachten begeistert den zügigen Baufortschritt. Foto: f

Münster-Kinderhaus - 

Plötzlich ist der Garten eine Baustelle und Steppkes führen mit den Arbeitern Fachgespräche.

Von Anna Spliethoff

Seit Montag sind die Ferien in der evangelischen Markuskita am Rektoratsweg beendet. Die kleinen bunten Stühle sind wieder besetzt und lachende Kinder flitzen über die Flure. Der Alltag ist eingekehrt – und trotzdem ist die Kita an mancher Stelle kaum wiederzuerkennen.

Der Garten hat sich innerhalb von drei Wochen in eine Baustelle verwandelt. „Ich bin froh, dass es endlich so weit ist“, gibt Gabriele Jasper zu. Sie ist die Leiterin der Kita – und vom bisherigen Baufortschritt begeistert. Auch die Mädchen und Jungen stehen seit Montag ständig am Bauzaun, berichtet Jasper: „Da entstehen richtige Baustellengespräche zwischen den Bauarbeitern und den Kindern.“

Container

Eingeweiht wurde die Kindertagesstätte 1978. Es gab drei Gruppen. „Der Bedarf im Stadtteil war damals sehr hoch, ähnlich wie heute“, betont die Kita-Leiterin. Deshalb seien bereits 1984 Container angebaut worden, die vorher am Pascalgymnasium im Einsatz waren. Eine Fläche von 100 Quadratmetern habe man dadurch gewonnen, so Jasper.

„Die sollten eigentlich nur ein paar Jahre stehen und standen jetzt 30 Jahre dort“, erklärt Architektin Diana Danne. Jetzt seien die Container „vollkommen baufällig“ gewesen. In den Ferien wurden die Räumlichkeiten jetzt abgerissen, damit Platz für einen Neubau ist.

200 Quadratmeter

Insgesamt entstehen an der Markuskita jetzt „sechs Räume, ein Badezimmer und geräumiger Flur“, erklärt Danne. Insgesamt seien es 200 Quadratmeter. Eine neue und somit fünfte Gruppe bekommt die Kindertagesstätte trotzdem nicht, macht Gabriele Jasper deutlich: „Das gibt das Grundstück nicht her.“ Pro Gruppe müsse eine gewisse Fläche zur Verfügung stehen, für eine fünfte Gruppe reiche es am Rektoratsweg nicht.

Trotzdem seien die neuen Räume sehr wichtig, so Jasper: „Es werden Differenzierungsräume, eine Werkstatt, ein Atelier und je ein Raum für die Theaterpädagogik, für kreatives Gestalten und zum Bauen hergerichtet.“ Damit entspräche die Einrichtung jetzt den Standards der Pädagogik und ein neues, offeneres Konzept sei realisierbar. Spielen, Toben und Basteln sei jetzt auch in kleineren Gruppen möglich.

Wickelbereich

Am restlichen Gebäude gibt es nicht viele Veränderungen. „Nur der Wickelbereich und der Schlafraum wurden jetzt in den Ferien schon renoviert“, so Danne. Auch in Zukunft werden in der evangelischen Kita Kinder von null bis sechs Jahren betreut, so Jasper. In diesem Jahr sei man aufgrund der Bauarbeiten auf drei Gruppen zurückgegangen. Zum Kindergartenjahr 2018/19 sollen wieder vier Gruppen am Rektoratsweg spielen.

„Die Bauarbeiten sollen im März abgeschlossen sein“, macht Diana Danne deutlich. „Vielleicht schaffen wir es ein bisschen früher.“

Entgegenkommen

Zu den Kosten der Baumaßnahme wollte sich Jasper nicht äußern. Finanziert wird der Anbau vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Münster sowie dem „Trägerverbund der Tageseinrichtungen für Kinder des evangelischen Kirchenkreises Münster“. „Wir bedanken uns vor allem für das Entgegenkommen und die Rücksichtnahme der Nachbarn“, betonte Jasper.

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