Do., 12.10.2017

Kinderspielplätze Hier wird nicht gegeizt

Bei den Kinderspielplätzen kommen Spar-Varianten in Münsters Norden nicht zum Zug: Die Bezirksvertretung Nord ist sich einig, bei Sanierungen bei Ausführung und Qualität der Spielgeräte keine Abstriche zu machen.

Bei den Kinderspielplätzen kommen Spar-Varianten in Münsters Norden nicht zum Zug: Die Bezirksvertretung Nord ist sich einig, bei Sanierungen bei Ausführung und Qualität der Spielgeräte keine Abstriche zu machen. Foto: Colourbox.de

Münster-Nord - 

Spar-Varianten für Kinderspielplätze sind mit der Bezirksvertretung (BV) Nord nicht zu machen. Wenn saniert wird, dann ordentlich.

Von Katrin Jünemann

Das war der eindeutige Tenor des parlamentarischen Gremiums, das sich in seiner Sitzung auch mit der Reihenfolge der Spielplatz-Sanierungen in Münsters Norden befasste, die jedes Jahr festgelegt wird. In dieser Hinsicht ist mit der BV Nord nicht zu handeln. „Wir haben uns schon im letzten Jahr darauf verständigt, keine Reduktionsvariante zu nehmen“, erinnerte SPD-Fraktionschef Jochen Frese.

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Olaf Bloch sprach sich dafür aus, Spielplätze „so zu gestalten, wie die Verwaltung es mit ihrer Fachkompetenz vorschlägt“. Die Verwaltung rät in ihrer Vorlage davon ab, die Ausführung und Qualität der Spielgeräte zu verringern, „da dies langfristig eine kürzere Lebensdauer und höhere Unterhaltungskosten verursacht“.

Freilich, auch das wurde deutlich: Es wird generell finanziell schon ziemlich eng, da die Spielplatz-Sanierungen aus dem ureigenen Etat der Bezirksvertretung finanziert werden müssen. Schon bei den Haushaltsberatungen im Vorjahr hatte die BV Nord deshalb angemerkt, dass diese Lösung überdacht werden müsse. Dieser Hinweis kam erneut. SPD-Ratsherr Thomas Kollmann versprach, das Thema in die Ratsfraktion zu tragen.

Rund 79 000 Euro stehen der Bezirksvertretung Nord jedes Jahr an eigenen Etat-Mitteln zur Verfügung. „Fast 50 Prozent davon fließen fast immer in die Sanierung von Spielplätzen“, erklärt Jochen Frese, der seit Jahren – in Absprache – den fraktionsübergreifenden Haushalt der Bezirksvertretung Nord aufstellt. Da Spielplatz-Sanierungen meist teuer sind, sei diese Regelung im Ergebnis oft unbefriedigend. Mehr Spielplätze in einem Jahr zu sanieren, koste mehr. So viel, dass dann für anderes zu wenig übrig bleibe. „Ich denke, man muss auch an die Menschen denken, die ehrenamtlich arbeiten“, sagte Frese. Sie seien oft auf Zuschüsse angewiesen.

Einen Weg aus dem Dilemma sieht er nur in einer „vorzeigbaren Erhöhung der BV-Mittel“. Informell habe es wegen der Kosten für Spielplatz-Sanierungen schon mal den Vorschlag gegeben, den Etat aller Bezirksvertretung um die gleiche Summe zu erhöhen. Für Frese ist das kein gangbarer Weg. Das müsse schon nach sachgerechten Kriterien gehen: die Anzahl der Spielplätze im jeweiligen Bezirk, deren Zustand und der Sanierungsstand müssten dann berücksichtigt werden.

Fest steht: Die Spielplätze Josefine-Mauser-Straße (39 500 Euro) in Coerde und Dauvemühle (7500 Euro) in Kinderhaus sollen aktuell im vierten Quartal dieses Jahres saniert werden.

Der Spielplatz Meerwiese Süd (44 000 Euro) in Coerde, der sich im schlechtesten baulichen Zustand befindet, steht für 2018 an erster Stelle auf der Sanierungsliste, beschloss die Bezirksvertretung Nord einstimmig.

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