Flüchtlingseinrichtungen in Münsters Norden
Nur zu drei Viertel belegt

Münster-Nord -

Anders als vor drei bis vier Jahren sind die Flüchtlingseinrichtungen in Münsters Norden derzeit nicht ausgelastet.

Mittwoch, 24.01.2018, 20:01 Uhr

Ob Unterkünfte in Sprakel (Bild) oder in Kinderhaus und Coerde – die Flüchtlingseinrichtungen in Münsters Norden sind zurzeit nicht ausgelastet.
Ob Unterkünfte in Sprakel (Bild) oder in Kinderhaus und Coerde – die Flüchtlingseinrichtungen in Münsters Norden sind zurzeit nicht ausgelastet. Foto: kaj

Vor drei Jahren sah die Lage noch ganz anders aus: Als die Stadt Münster im Dezember 2015 zu einem Infoabend ins Coerder Freizeitheim St. Norbert einlud, ging es um die Unterbringung von bis zu 250 Flüchtlingen in 23 Häusern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) an drei Standorten in Coerde und in Rumphorst: in neun Häusern am Igelpatt, zehn Häusern am Wesselerweg sowie in vier weiteren am Rump­horstweg.

2015/2016 war die Zeit sehr hoher Flüchtlingszuzüge. Münsters kommunale Flüchtlingseinrichtungen waren vollständig ausgelastet. Damals gab es zum Beispiel in Sprakel 50 Plätze in der Containerunterkunft am Holunderweg und am Wesselerweg 80 Plätze.

Aktuell gibt es in Münsters Norden nach Auskunft des Sozialamts noch vier feste Flüchtlingseinrichtungen. Am Holunderweg in Sprakel gibt es maximal 50 Plätze, in Kinderhaus – im Clubheim auf dem ehemaligen Gelände des SC Westfalia Kinderhaus – stehen in der temporären Einrichtung bis zu 36 Plätze und in der festen Einrichtung an der Grevener Straße bis zu 55 Plätze zur Verfügung. In der temporären Flüchtlingseinrichtung am Igelpatt werden bis zu 96 Plätze vorgehalten.

„Aktuell sind die vier genannten Einrichtungen zu rund drei Viertel belegt“, so das Sozialamt. Am Holunderweg in Sprakel sind derzeit 40 Personen untergebracht. Am Wangeroogeweg 24, an der Grevener Straße 43 und am Igelpatt in Coerde haben 69 Menschen eine Unterkunft. So der Stand im Januar.

Die Flüchtlinge, die in Kinderhaus, Coerde und Sprakel leben, kommen nach Angaben des Sozialamts aus Syrien, Afghanistan, Serbien und aus dem Irak. Wie sich der weitere Auszug aus den Flüchtlingseinrichtungen konkret gestalten werde, sei schwer vorauszusagen, so das Sozialamt.

Grundsätzlich sei es das Ziel, die temporären Einrichtungen nach und nach freizuziehen – jeweils in Abhängigkeit von der Zuweisungssituation. So ende beispielsweise die Vertragslaufzeit für den Igelpatt in Coerde am 7. Januar 2019. Die Einrichtung am Wangeroogeweg in Kinderhaus kann noch bis zum 30. September 2019 genutzt werden.

In Kinderhaus entsteht auf dem ehemaligen Grundstück des Gerätehauses des Löschzugs Kinderhaus eine dauerhafte Flüchtlingsunterkunft. In den Einrichtungen würden die Flüchtlinge auf ein selbstständiges Leben in Münster vorbereitet, dazu zähle auch ein gezieltes Auszugsmanagement und die Begleitung beim Übergang in privaten Wohnraum. Das hätten im vorigen Jahr insgesamt 800 Menschen aus den kommunalen Flüchtlingseinrichtungen geschafft.

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