Stadtbücherei bedankt sich bei ehrenamtlichen Helfern für vielfältigen Einsatz
Engagement für Leseratten

Münster-Kinderhaus -

„Ohne Ehrenamt geht es nicht.” Dieses eindeutige Resümee zog Claudia Büchel, seit September 2017 die neue Leiterin der Stadtbücherei Münster. Denn nur mit vielen Unterstützern könne man das umfangreiche Programm, das die Bücherei anbiete, umsetzen. „Es ist an der Zeit, Danke zu sagen für die vielen helfenden Hände”, so Büchel während des Empfangs für die freiwilligen Helfer in der Zweigstelle Kinderhaus.

Freitag, 02.02.2018, 19:02 Uhr

Zum Empfang in der Kinderhauser Zweigstelle waren alle ehrenamtlichen Helfer der Stadtbücherei Münster eingeladen.
Zum Empfang in der Kinderhauser Zweigstelle waren alle ehrenamtlichen Helfer der Stadtbücherei Münster eingeladen. Foto: cro

Auch wenn es schon ein paar Jahre her ist, so war das Starkregenereignis, bei dem das komplette Untergeschoss der Stadtteilbücherei unter Wasser stand, noch immer ein großes Thema. Dezernentin Cornelia Wilkens unterstrich: „Die Stadtteilbücherei war vollkommen zerstört, wurde aber durch die Bürger gerettet und neu aufgebaut.”

Nun seien die Räume nicht nur funktional, sondern die Bücherei sei zu einem wichtigen Teil des Kinderhauser Lebens geworden. „Das konnte nur durch viel Engagement geschafft werden, auch durch den Freundeskreis der Stadtbücherei”, so Wilkens. Denn in der Bücherei fühlen sich die Kinderhauser einfach wohl: „Ich bin froh, dass wir so viele Mitarbeiter haben.”

Claudia Büchel, Leiterin der Stadtbücherei, (kl. Foto, l.) und Dezernentin Cornelia Wilkens sprachen ihren Dank aus.

Claudia Büchel, Leiterin der Stadtbücherei, (kl. Foto, l.) und Dezernentin Cornelia Wilkens sprachen ihren Dank aus. Foto: cro

Nach einem Dank an den vorherigen Vorsitzenden des Freundeskreises, Dr. Werner Jubelius, kam sein Nachfolger Wilhelm Breitenbach zu Wort. Der ehemalige Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums betonte die Bedeutung der Bücherei für den Stadtteil und die Arbeit mit den Schülern: „Es geht nicht nur um die Einrichtung selber, sondern um den Strauß an Aktivitäten, der angeboten wird.”

Dazu gehörten unter anderem das Lesefuchs-Projekt und die Aktionen „Lesen mit kleinen Wesen” oder der regelmäßige Flohmarkt in der Hauptstelle. „Als der Regen kam, war es ein katastrophaler Anblick. Um so schöner ist es, dass alles schnell wieder in seine Form gefunden hat.”

Die Freiwilligen aus allen Filialen der Stadtbücherei gaben sich bescheiden: „Ich mache es, weil ich es für wichtig halte”, war der einheitliche Tenor der Gäste. Oder weil man Spaß mit den Kindern habe. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Zweigstelle Kinderhaus zukünftig Ehrenamtliche einbinden will: „Wir hatten schon einmal Vorleser, und das war ein großer Erfolg”, so Zweigstellenleiter Dietmar Wördenweber. „Wir werden bei Bedarf auch mit der Bundesfreiwilligenagentur kooperieren.”

Drei Fragen an: Claudia Büchel, Leiterin der Stadtbücherei

Welche Aufgaben hat eine Bücherei heutzutage? Claudia Büchel: Büchereien haben sich verändert. Die Aufgaben werden vielfältiger. Dabei haben unsere Büchereien mehr Besucher als früher. Denn wir sind ein Ort geworden, an dem man sich gerne aufhält, ein Ort der Begegnung.

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Also machen Büchereien mehr als nur Bücher verleihen? Claudia Büchel: Noch viel mehr: Wir vermitteln unter anderem Medienkompetenzen durch verschiedene Trainings, denn die Nachfrage hat sich geändert. Elektronische Bücher gehören ebenso zu unserem Angebot, und das wird nicht nur von jungen Besuchern nachgefragt.

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Was muss man tun, wenn man sich engagieren möchte? Claudia Büchel: Interessierte können sich bei uns in den Zweigstellen oder in der Hauptstelle melden, oder man wird Mitglied im Freundeskreis. Natürlich  wären für uns auch Menschen spannend, die in verschiedenen Sprachen vorlesen können. Das ist gerade für Kinder ein tolles Erlebnis. Weitere Infos gibt es im Internet.

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