Sturmtief „Friederike“
Kinderhauser Wald wird wieder aufgeforstet

Münster-Kinderhaus -

Wo vor Sturmtief „Friederike“ große Fichten standen, herrscht nun gähnende Leere. Im Wald zwischen Gut Kinderhaus und der Sportanlage des SC Westfalia hat der Sturm ex­trem gewütet. Aber es wird wieder aufgeforstet.

Dienstag, 20.02.2018, 08:02 Uhr

Sturmtief „Friederike“: Kinderhauser Wald wird wieder aufgeforstet
Nichts übrig vom Wald nach Sturmtief „Friederike“: Auf dem Stück südlich der Nordmark und der Großen Wiese herrscht gähnende Leere nach den Aufräumarbeiten. Foto: Katrin Jünemann

Wo vor Sturmtief „Friederike“ große Fichten standen, herrscht nun gähnende Leere. Im Wald zwischen Gut Kinderhaus und der Sportanlage des SC Westfalia hat der Sturm wie berichtet ex­trem gewütet. Besonders das Stück südlich der Nordmark sieht traurig aus.

Die Stämme sind inzwischen aus der Fläche herausgeholt und am Rand der Nordmark auf einem langen Stück ordentlich aufgestapelt worden. Ein Weg, der nach Süden führt, ist von den schweren Geräten durchgewalkt worden und momentan nicht gut passierbar.

Die Stämme sind auf über hundert Metern gestapelt worden.

Die Stämme sind auf über hundert Metern gestapelt worden. Foto: Katrin Jünemann

Das Waldstück am nördlichen Rand des Stadtteils ist bei den Kinderhausern beliebt. Von morgens bis zum späten Nachmittag sind Mütter oder Väter mit ihren Kindern, Spaziergänger mit und ohne Hund unterwegs. Sie schätzen den erholsamen Weg durch die Natur. Viele Kinderhauser fragen sich derzeit, wie es in ihrem Naherholungsgebiet wohl weitergeht.

„Klimastabile“ Aufforstung

„Wald bleibt rechtlich Wald“, erklärt Jörn Stanke , Leiter des Forstbetriebsbezirks Münster, der zum Regionalforstamt Münsterland des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen gehört. Der Kinderhauser Wald, der dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe gehört, wird wieder aufgeforstet.

Allerdings geht es künftig etwas gemischter zu: „Klimastabil“, sagt Stanke. Von Nadelholz wird auf Laubholz umgestellt. Vornehmlich Stieleichen sollen gepflanzt werden. Nach Ansicht von Stanke sind Exemplare in einer Größe von 1,20 bis 1,50 Metern Größe sinnvoll, damit das Rehwild den senkrechten Haupttrieb nicht mehr heraus knabbern kann. Fegeschäden, die entstehen, wenn Böcke den Bast ihres jungen Geweihs abreiben, seien bei Eichen nicht so verbreitet, sagt Stanke.

Aber der junge Wald werde aufmerksam beobachtet werden. Rund 1000 Eichen sollen voraussichtlich im Herbst gepflanzt werden und für die Optik auch einige immergrüne Douglasien. Auch die natürliche Verjüngung werde mit gepflegt, sagt Stanke: Er rechnet damit, dass Buchen, Hainbuchen, Birken und Fichten nachwachsen werden.

Wald weiter gesperrt

Das Waldstück in Kinderhaus „gehörte zu den brisantesten in meinem Bereich, deshalb haben wir schnell reagiert“, sagt Jörn Stanke. Einige Restarbeiten sind noch zu erledigen. Vor dem Betreten einiger Wald-Abschnitte wird nach wie vor gewarnt. Prinzipiell sei es angebracht, nach einem Sturm den Blick lieber öfter mal nach oben zu richten.

Das Schild warnt vor Lebensgefahr auf und neben Waldwegen.

Das Schild warnt vor Lebensgefahr auf und neben Waldwegen. Foto: Katrin Jünemann

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