Neue Tempo-30-Bereiche in Kinderhaus
Tempo 30 schützt Schüler

Münster-Kinderhaus -

Vorm Kinderhauser Schulzentrum, an dem täglich über 1000 Schüler die Kristiansandstraße überqueren und auf einem weiteren Stück der Westhoffstraße gilt jetzt Tempo 30.

Dienstag, 20.02.2018, 20:02 Uhr

Vor dem Kinderhauser Schulzentrum gilt jetzt Tempo 30. Über 1000 Schüler überqueren dort jeden Tag die Kristiansandstraße. Auch eine Kita liegt direkt an der Straße.
Vor dem Kinderhauser Schulzentrum gilt jetzt Tempo 30. Über 1000 Schüler überqueren dort jeden Tag die Kristiansandstraße. Auch eine Kita liegt direkt an der Straße. Foto: kaj

Kinderhaus kommt voran bei Tempo 30. Seit einigen Tagen stehen jetzt die Tempo-30-Schilder am Kinderhauser Schulzentrum. Ein sensibler Bereich, denn über 1000 Schüler von Gymnasium, Realschule und Grundschule strömen in der Schulzeit jeden Tag ins Schulzentrum: Und fast alle Schüler überqueren dabei die Kristiansandstraße. Zudem befindet sich dort direkt die Kita.

Die Tempo-30-Zone beginnt in Höhe des Abzweigs des Rektoratswegs und endet kurz vor dem Kreisverkehr. Tempo 30 gilt auf diesem Stück von Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 20 Uhr. Geblitzt wurde am Dienstagvormittag in Kinderhaus allerdings nicht in dieser neuen Tempo-30-Zone, sondern in der auf dem Bröderichweg.

Im Zuge der Etablierung von neuen Tempo-30-Zonern wurde nicht nur der Bereich vor dem Kinderhauser Schulzen­trum verkehrsberuhigt. Auch auf der Westhoffstraße wurde der Tempo-30-Bereich ausgeweitet. Seit Langem gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen den beiden Kreiseln. Neu ist nun auf der Westhoffstraße das Stück ab der Kurve, etwa in Höhe des ehemaligen „Germania-Krugs“ bis vor den Burloh-Kreisel hinzugekommen.

Dass das neue Tempo-30-Stück auf der Westhoffstraße vor dem Burloh-Kreisel schon wieder aufgehoben wird, stößt bei der SPD auf Kritik. SPD-Ratsherr Thomas Kollmann sieht darin ein Gefährdungspotenzial. „Das könnte als Signal missverstanden werden, dass man mit ,Speed‘ in den Kreisel fahren kann“, so seine Sorge. Vielleicht könne man für die Aufhebung von Tempo 30 einen anderen Standort suchen, lautet sein Vorschlag.

Bei der Verkehrsbehörde der Stadt Münster sieht man das anders: Er glaube nicht, dass 25 Meter vor dem Zebrastreifen wieder Gas gegeben würde, sagt Werner Schulik, Fachstellenleiter der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Münster. Bei einer Platzierung des Schildes, das Tempo 30 aufhebt, näher an dem Kreisel bestünde vielmehr die Gefahr, dass das wichtige Hinweisschild „Vorfahrt achten“ am Kreisverkehr verdeckt werden könnte. Deshalb solle das Aufhebungsschild dort bleiben, wo es sich jetzt befindet.

Auch aus rechtlichen Gründen sei es nicht möglich, die Tempo-30-Zone über den Kreisel hinweg auszuweiten und sie beispielsweise erst auf dem Burloh zu beenden, so Werner Schulik weiter. Die Geschwindigkeitsbegrenzung gelte für die Westhoffstraße und müsse deshalb auch dort enden.

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