Künstler und Kunstwerke für „Kunst am Rand“ werden ausgewählt
Vielfalt übertrifft Erwartungen

Münster-Kinderhaus -

60 Künstler möchten bei der diesjährigen Auflage von "Kunst am Rand" ihre Kunstwerke präsentieren. Nun liegt es in den Händen des Teams um Kurator Jochen Koeniger, die 30 besten Bewerbungen daraus auszuwählen. Koeniger erklärt, welche Kunstwerke die besten Chancen haben.

Donnerstag, 05.04.2018, 20:04 Uhr

Kurator Jochen Koeniger (Mitte) gab interessierten Künstlern vorab gleich mehrfach die Gelegenheit, die potenziellen Ausstellungsorte gemeinsam zu besichtigen.
Kurator Jochen Koeniger (Mitte) gab interessierten Künstlern vorab gleich mehrfach die Gelegenheit, die potenziellen Ausstellungsorte gemeinsam zu besichtigen. Foto: Jochen Koeniger

Kunst muss nicht immer in Museen und geschlossenen Parks stattfinden. Dass es auch anders geht, zeigt „Kunst am Rand.“ Denn gerade dadurch, dass die ausgestellten Kunstwerke an vier öffentlich zugänglichen Orten im Stadtteil Kinderhaus verteilt stehen, werden sie für jedermann zugänglich und entwickeln ihre ganz eigene Dynamik.

Für die Fans des ungewöhnlichen Ausstellungsformates, dessen Vorgänger sich „Kunst trifft Kohl“ nannte, und vor allem für die Künstler wird es jetzt spannend: Denn die Bewerbungsfrist ist nun zu Ende und in den nächsten Tagen wird ausgewählt, welche Kunstwerke vom 10. Juni bis zum 30. September ihren Platz in Pastors Garten hinter dem Pfarrhaus St. Josef, den Sportstätten des SC Westfalia, der Waldschule und auf Gut Kinderhaus ihren Platz finden.

„Dadurch, dass wir bei der Neuauflage erstmals kein Thema vorgegeben haben, beschäftigen sich die Künstler zumeist deutlich intensiver mit den Ausstellungsorten, die sie anstreben. Die Vielfalt der Bewerbungen hat meine Erwartungen übertroffen“, berichtet Kurator Jochen Koeniger. „Ob konventionelle Zeichnungen, Skulpturen, Videoprojekte oder feste Installationen – alles ist dabei.“

Rund 60 Kunstwerke stehen zur Auswahl. In die Ausstellung wird es nur die Hälfte davon schaffen. „Besonders gute Chancen haben Arbeiten, die die Gegebenheiten der Örtlichkeiten berücksichtigen“, so Koeniger. So wollen sich einige Künstler etwa mit den Schülern der Waldschule zusammentun. Andere stellen passend zum Präsentationsort die Themen Sport oder zum Beispiel die Architektur der Gebäude in den Vordergrund.

„Die Auswahl wird schwierig“, meint Koeniger. „Wir müssen überlegen, welche Ideen tatsächlich realisierbar sind und ob sich für das ein oder andere Kunstwerk ein alternativer Standort zu dem vom Künstler angestrebten auftun ließe.“ Dennoch streben der Kurator und die Organisatorinnen Ute Behrens-Porzky und Candia Neumann vom Kap.8 im Bürgerhaus einen überschaubaren Umfang des Kunst-Events an. Ziel sei es, dass man alle Kunstwerke an einem Nachmittag bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad besichtigen kann.

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