Inklusives Wohnen in Kinderhaus
Gertrud Bicanski-Schilgens Vision hat sich erfüllt

Münster-Kinderhaus -

Gertrud Bicanksi-Schilgen hatte die Vision von einem inklusiven Wohnprojekt und gründete dafür eine Stiftung. 2009 wurde das Haus an der Dauvemühle eröffnet. Jetzt wurde es bei einem Sommerfest auf ihren Namen getauft.

Freitag, 10.08.2018, 19:00 Uhr

Dr. Robert Zeidler (v.l.), Jens Lohel, Jan Kaven, Stephan Bicanski und Doris Langenkamp (beide Stiftung) auf dem Sommerfest im Garten des Bicanski-Schilgen-Hauses.
Dr. Robert Zeidler (v.l.), Jens Lohel, Jan Kaven, Stephan Bicanski und Doris Langenkamp (beide Stiftung) auf dem Sommerfest im Garten des Bicanski-Schilgen-Hauses. Foto: rkr

Am Anfang stand die Idee, dass Behinderte und Nichtbehinderte in einem gemeinsamen Haus wohnen sollten. Das Konzept entwickelte Ende der 1990er-Jahre eine Elterngruppe mit behinderten Kindern, in der auch Gertrud Bicanski-Schilgen tätig war. Sie gründete eine Stiftung und brachte das Projekt auf den Weg, sie starb im Jahr 2002. 2009 wurde das Haus an der Dauvemühle eröffnet.

Seitdem leben dort Behinderte und Nichtbehinderte in einer Hausgemeinschaft von 20 Wohneinheiten zusammen und unterstützen sich gegenseitig mit kleinen Nachbarschaftshilfen.

Voraussetzung für den Einzug ist ein Wohnberechtigungsschein und Interesse an einer funktionierenden Hausgemeinschaft. Paare, Einzelpersonen und Wohngemeinschaften leben unter einem Dach und treffen sich im Gemeinschaftsraum zu Versammlungen, Festen, zum Kochen und Spielen.

„Hier funktioniert Inklusion schon seit fast zehn Jahren – mit dem gemeinsamen Garten als Mittelpunkt“, berichtete Jan Kaven, der das Haus für die Stiftung verwaltet. Jetzt konnten dank einer großzügigen Spende der Sparkasse Münsterland-Ost die Gehwege saniert, die Beete frisch bepflanzt und auch eine neue Rasenfläche angelegt werden.

„Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende einen Beitrag zu diesem gelungenen Wohnkonzept leisten konnten“, sind sich Dr. Robert Zeidler, Geschäftsbereichsleiter Private Banking, und Jens Lohel, Vermögensbetreuer der Sparkasse Münsterland-Ost, anlässlich des Sommerfestes, zu dem die Hausgemeinschaft Familie und Freunde eingeladen hatte, einig.

Stephan Bicanski erinnerte in seiner Rede an die Anfänge und die Arbeit seiner Mutter für das Wohnprojekt. Gertrud Bicanksi-Schilgen war auch Vorsitzende der Lebenshilfe Münster. Deshalb wurde der feierliche Rahmen des Sommerfestes dafür genutzt, das Haus offiziell auf den Namen „Bicanski-Schilgen-Haus“ zu taufen, was mit einem Schild am Eingang dokumentiert wurde. Die Namensgebung war Stephan Bicanski, Sohn der Stifterin und Stiftungsvorstand, ein wichtiges Anliegen: „Es war die Vision meiner Mutter, die den Bau dieses Hauses erst ermöglicht hat.“

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