Do., 21.01.2016

Ehemaliges Schulgelände am Schürbusch „Überschaubare Nachbarschaften“

Das Projektgelände: Auf diesem gut 10 800 Quadratmeter großem Areal am Schürbusch, das lange Zeit als Zweitstandort der Peter-Wust-Schule genutzt wurde, soll ein Wohngebiet entstehen. Aktuell befassen sich Politik und Verwaltung mit der Aufstellung des notwendigen Bebauungsplans.

Das Projektgelände: Auf diesem gut 10 800 Quadratmeter großen Areal am Schürbusch, das lange Zeit als Zweitstandort der Peter-Wust-Schule genutzt wurde, soll ein Wohngebiet entstehen. Aktuell befassen sich Politik und Verwaltung mit der Aufstellung des notwendigen Bebauungsplans. Foto: sch

Münster-Mecklenbeck - 

Was wird aus dem ehemaligen Standort der Peter-Wust-Schule am Schürbusch? Diese Frage dürfte sich in den vergangenen Monaten so mancher Mecklenbecker und so mancher potenzielle Häuslebauer gestellt haben. Mittlerweile steht es fest: Die Stadt Münster wird das gut 10 800 Quadratmeter große Areal vermarkten. Es soll Standort für ein kleines Neubaugebiet werden. In diesem und im kommenden Monat werden sich die politischen Gremien deshalb mit der Aufstellung des nötigen Bebauungsplans befassen.

Von Thomas Schubert

Nachdem die Peter-Wust-Schule im Unterrichtsjahr 2011 / 2012 ihren Zweitstandort am Schürbusch aufgegeben hatte, wurden die Pläne, dort ein Baugebiet auszuweisen, von Stadt und Politik auf den Weg gebracht. Einen Bürgerinformationsabend dazu gab es bereits im Juni 2013. Nach diversen Verzögerungen will die Stadt nun Nägel mit Köpfen machen und das Gebiet Wirklichkeit werden lassen: „Um der starken Nachfrage nach Wohnraum in stadtnahen Lagen entgegen zu kommen, sollen nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, die Fläche einer Wohnnutzung zuführen“, heißt es in der stätischen Beschlussvorlage.

Vorgesehen ist nach dem derzeitigen Stand der Dinge, die etwa 20 Grundstücke einzeln zu vermarkten. Ein Drittel der Flächen soll im Höchstgebotverfahren veräußert werden. Zwei Drittel will die Stadt nach den „Richtlinien für die Vergabe städtischer Einfamilienhausgrundstücke zur Förderung der Eigentumsbildung“ insbesondere jungen und weniger gut verdienenden Familien zugänglich machen.

Erklärtes Ziel ist, dass der Bebauungsplan in einem beschleunigten Verfahren aufgestellt, bereits im März offengelegt und Mitte des Jahres beschlossen wird. Gleichwohl dürfte es bis zu ersten Neubauaktivitäten auf dem Schürbusch-Areal noch ein Weilchen dauern: Gabriele Sievering vom Amt für Immobilienmanagement geht davon aus, dass die Erschließung des Geländes unter Idealbedingungen vielleicht noch anno 2016 in Angriff genommen werden kann. „Wenn alles optimal läuft, könnte die Vermarktung dann im Frühjahr oder Sommer 2017 starten“, so die Expertin für Immobilienentwicklung und Grundstücksverkehr im Stadtbezirk West.

Nach den Plänen der Verwaltung soll das Gebiet über zwei Stichstraßen erschlossen werden, wobei „kleinteilige überschaubare Nachbarschaften“ entstehen. Die Bebauung ist generell mit zwei Vollgeschossen vorgesehen, sodass es ausreichend große Wohn- und Nutzflächen für Haushalte von vier bis fünf Person gibt. Abhängig von der Lage im Neubaugebiet sollen auf den Immobilien sowohl Flach- als auch Satteldächer zulässig sein.

Wurde im Zuge der Beratungen über das Schürbusch-Areal wiederholt geprüft, ob das noch vorhandene Schulgebäude erhalten bleiben soll, so ist nun dessen Abriss vorgesehen. „Sowohl eine Nutzung als Kita als auch eine Umnutzung zu Wohnzwecken kommt nicht in Betracht“, erläutert die Verwaltung.

War lange Zeit ungeklärt, ob der am Rande des Geländes vorhandene Entwässerungsgraben offen bleiben oder verrohrt werden sollte, so steht mittlerweile fest, dass Letzteres nicht der Fall sein wird: „Hierüber wurde die Bürgerinitiative zum Erhalt des Grabens bereits informiert.“

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3752452?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F