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Mo., 17.10.2016

Münsterische Kultur- und Heimattage „Ich habe ihn regelrecht verfolgt“

Karlheinz Pötter (M.) hatte im Bürgerzentrum Hof Hesselmann für seine Zuhörer Fachwissen und Anekdoten zur berühmten Malerfamilie Modersohn parat.

Karlheinz Pötter (M.) hatte im Bürgerzentrum Hof Hesselmann für seine Zuhörer Fachwissen und Anekdoten zur berühmten Malerfamilie Modersohn parat. Foto: apr

Münster-Mecklenbeck - 

Im Hinblick auf die Künstlerfamilie der Modersohns kennt sich Mecklenbecks Ortshistoriker Karlheinz Pötter bestens aus. Anlässlich des 100. Geburtstags Christian Modersohns gab er Modersohn-Anekdoten und Fachwissen weiter.

Von Alisa Preusser

Er ist ein Detektiv der besonderen Art. Ortshistoriker Karlheinz Pötter erforscht seit Jahrzehnten das malerische Erbe Meck­lenbecks in Otto und Christian Modersohns Aquarellgemälden. Seine zentrale Frage: Wo sind die abgebildeten Orte in Münsters Landschaft wiederzufinden?

Zum 100. Geburtstag von Christian Modersohn teilte der passionierte Historiker im Rahmen der 38. Münsterischen Kultur- und Heimattage bei einer Ausstellung nebst Retrospektive mit zahlreichen Besuchern im Bürgerzentrum Hof Hesselmann sein geschichtliches Wissen. Aus der persönlichen Zusammenarbeit mit Christian Modersohn erzählte Pötter etwa mit einem Augenzwinkern: „Ich habe ihn damals regelrecht verfolgt, als er zum Beispiel am Aasee malte.“

Sowohl das Frühwerk des bekannten deutschen Malers Otto Modersohn, der von 1874 bis 1889 in Münster lebte, sowie das Spätwerk seines Sohnes Christian fangen die malerische Landschaft Münsters ein: in Nebelschwaden getauchte Wanderwege, Gehöfte vor warmen Himmelsfarben und das Aasee-Panorama. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand dabei das Motiv der Aa-Niederung am Haus Kump. Dieses hielt im Jahr 1889 bereits Otto Modersohn in seinem Werk „Sommerfreuden“ fest – 1994 tat sein Sohn es ihm gleich und malte am selben Standort diese Landschaft.

Die Gemälde der Modersohns zeigen nicht nur das vielseitige kulturelle Profil von Münster, sondern auch den Wandel der hiesigen Landschaft. Karlheinz Pötter faszinieren diese Bilder, denn die Landschaft verändere sich kontinuierlich: „Damals gab es keine Autobahnen und keinen großen Kanal. Otto und Christian Modersohn haben einen Prozess der Landschaftsveränderung festgehalten.“

Der Künstlerfamilie Modersohn, zu der auch Paula Modersohn-Becker (1876–1907) zählt, ist der Modersohnweg gewidmet, der sich entlang des südöstlichen Aasee-Ufers erstreckt.

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