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Di., 18.10.2016

Mecklenbecker „Schlautbogen“-Brücke „Bereicherung für Mecklenbeck“

Hat alle Phasen beim Aufbau d es „Schlautbogens“ mit Fotos dokumentiert: Anwohner Alfons Eggert.

Hat alle Phasen beim Aufbau d es „Schlautbogens“ mit Fotos dokumentiert: Anwohner Alfons Eggert. Foto: sch

Münster-Mecklenbeck - 

Geht es um den preisgekrönten „Schlautbogen“, dann kennt sich Alfons Eggert bestens aus. Der Heimatforscher und Amateurfotograf hat den Bau der Brücke über Monate dokumentiert.

Von Thomas Schubert

Als er Ende vergangener Woche in unserer Zeitung die Nachricht las, dass der „Schlautbogen“ beim „Deutschen Stahlbautag 2016“ in Würzburg preisgekrönt wurde, war Alfons Eggert darüber hocherfreut. „Diese Brücke ist eine Bereicherung für Mecklenbeck – ein Schmuckstück“, sagt der 87-Jährige. Als die Designerbrücke im Jahre 2013 installiert wurde, war er als direkter Nachbar fast täglich vor Ort. Mit seiner Kamera dokumentierte er unermüdlich das Geschehen.

Wie viele Fotos damals und in der Folgezeit entstanden sind, vermag Eggert nicht genau zu sagen. Sicher ist jedoch, dass er dicke Aktenordner mit seinen Brückenbildern gefüllt hat. „Der Schlautbogen ist ein gutes Foto-Objekt – von oben, von unten, im Winter und im Sommer“, sagt der Mecklenbecker, der sich als Heimatforscher im Ort einen Namen gemacht hat.

Als die Fundamente der 37 Meter langen Fuß- und Radwegebrücke aus Stahlbeton gegossen, als der filigrane, dreidimensional gebogene Stahlüberbau per Autokran eingehoben und später das Geländer installiert wurde – Alfons Eggert war dabei und schoss während der rund siebenmonatigen Bauphase Fotos. Kein Wunder, denn der Mecklenbecker ist passionierte Fotoamateur. Das Interesse des ehemaligen Landwirts am Bau des „Schlautbogens“ ging sogar so weit, dass er sich von Greven aus mit einem Privatflugzeug über die Baustelle fliegen ließ und aus luftiger Höhe Aufnahmen machte. Zumal sich das preisgekrönte Brückenbauwerk auf ehemaligem Gelände des Hofes Eggert befindet.

Dass der „Schlautbogen“ gebaut wurde, hängt mit der Fritz-Stricker-Straße zusammen: Als es die Entlastungsst raße fürs Mecklenbecker Zentrum noch nicht gab, konnte die Schlautstiege von Fußgängern und Radfahrern bis zur Mecklenbecker Straße befahren werden. Das war nach dem Bau der Fritz-Stricker-Straße nicht mehr möglich. Und so wurde zur Querung der vielbefahrenen Entlastungsader der „Schlautbogen“ gebaut, der durch seine geschwungene Führung nun den Wegeverlauf der Schlautstiege ergänzt.

Der Entwurf des Brückenbauwerks, für den die Wolters Partner Architekten & Stadtplaner GmbH aus Coesfeld gemeinsam mit der münsterischen W+B Ingenieure GmbH verantwortlich zeichnen, ging mit dem ersten Preis aus einem im Jahr 2012 durchgeführten Realisierungswettbewerb hervor.

„Der Schlautbogen wirkt modern und sieht gut aus“, zollt Alfons Eggert den Vätern des Brückenbauwerks großes Lob. Bei seinen Spaziergängen passiere er täglich mindestens zweimal die Rad- und Fußwegbrücke. Und dabei sei eigentlich immer was los. Ob Schüler, die zur Friedensschule fahren, oder Berufstätige, die es per „Leeze“ in die Stadt zieht – auf der Schlautstiege und dem „Schlautbogen“ herrsche oft reger Verkehr. Von den Mecklenbeckern werde die Brücke gut angenommen. Er freue sich, dass sie in Würzburg preisgekrönt worden sei. Darüber hinaus sei es gut, dass die Stadt mit Sperrpfosten dafür gesorgt habe, dass keine Autos mehr illegal über die Brücke führen. Denn das sei Mitte 2014 verbotenerweise schon einige Male passiert.

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