Do., 03.08.2017

Mecklenbecker Papierkünstlerin Papier spielt bei ihr die Hauptrolle

Sigrid Joch von der Gruppe „Kunst in Mecklenbeck“ (KiM ) ist in ihrem Kreativkeller ganz in ihrem Element. Im September stellte sie ihre Papierkunstwerke im Hof Hesselmann aus.    

Sigrid Joch von der Gruppe „Kunst in Mecklenbeck“ (KiM ) ist in ihrem Kreativkeller ganz in ihrem Element. Im September stellte sie ihre Papierkunstwerke im Hof Hesselmann aus.     Foto: ann

Münster-Mecklenbeck - 

Kunstwerke aus Papier sind das Metier, mit dem sich Sigrid Joch befasst. Einen Einblick in ihr Schaffen wird sie vom 15. bis 17. September im Bürgerzentrum Hof Hesselman geben. Dort stellt sie beim Mecklenbecker Künstlerfestival einige ihre bunten Karten aus.

Von Annegret Lingemann

Sigrid Joch hat Kämpfer-Qualitäten. Auf den großen Kellerraum in ihrem Reihenhaus hatten mehrere Familienmitglieder begehrliche Blicke geworfen: Ehemann Andreas sah ihn in seinen Träumen als Partykeller, und ihre vier Töchter wünschten sich einen Spielkeller. Gewonnen hat die Mutter mit einem Atelier. Darin spielt Papier die Hauptrolle.

Es wird geschnitten und gestanzt, geprägt, verleimt, bedruckt, gestempelt, besprüht oder beklebt – nichts, was dort nicht möglich wäre. Mit Geduld, einer ruhigen Hand und viel Kreativität entstehen höchst individuelle Grußkarten, auch auf Bestellung. Vom Glückwunsch zum Geburtstag, zur Hochzeit, zur Geburt, zum Schulanfang oder bestandenen Examen, zum Abschied, zur Kondolenz bis hin zu Einladungskarten für ein Fest, Danksagungen, Gutscheinen oder aufmunternden Grüßen – es gibt kein Ereignis im Leben, an dem kommunikative Menschen nicht in irgendeiner Form ihren Mitmenschen per Karte ihre Verbundenheit ausdrücken könnten. Und je individueller dieser Gruß gestaltet ist, umso mehr zählt sein Wert für den Empfänger.

Sigrid Joch war einmal Arzthelferin. Als ihre Kinder geboren wurden, wollte sie das den Angehörigen und den Freunden kundtun und entwarf selber eine Karte. Jahre zuvor hatte sie bereits über eine Freundin mit dem „Scrapbooking“ Bekanntschaft gemacht, bei dem ein Fotoalbum zusätzlich mit passenden Dingen verziert wird. Das können Eintrittskarten sein, getrocknete Blumen, kleine Fundstücke und aus Stoff oder Papier gestaltete Dekorationen. „Papier ist geduldig – und vielseitig“, sagt sie, die immer noch ein wenig Scheu hat, sich Künstlerin zu nennen.

Aus dem Hobby wurde vor sieben Jahren ein Beruf – bestens vereinbar mit der Familie, weil die Zeiteinteilung äußerst flexibel ist. „Ich kann mir keine bessere Entspannung vorstellen, als in meinem Kreativkeller neue Werkzeuge und Papiere auszuprobieren.“ sagt sie. „Jede Karte ist ein Stück von mir. Dabei habe ich natürlich auch immer Zielgruppen vor Augen.“

Karten für Männer findet sie schwierig. „Die haben es nicht so mit der Deko.“ Die gebürtige Sauerländerin unterhält einen Blog und tauscht mit Gleichgesinnten Ideen und Erfahrungen über ihr Kunsthandwerk aus. Außerdem gibt sie Workshops in ihrem Kreativkeller und ist – was sie besonders freut – seit 2011 Mitglied der Künstlergruppe KiM (Kunst in Mecklenbeck) die die Werke ihrer Mitglieder alle zwei Jahre im Bürgerzentrum Hof Hesselmann (Am Hof Hesselmann 10) ausstellt. Die nächste Ausstellung der Gruppe findet vom 15. bis 17. September statt.

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