So., 15.08.2010

Nienberge Besucherströme am Rüschhaus

Aus dem niedersächsischen Gifhorn reiste diese Männergruppe nach Münster, um bei einer Radtour die Gegend zu erkunden.Fotos: (sape)
Von Sandra Peter

Münster-Nienberge - „Mit Herzklopfen“ ist Ulrich Harms zurück nach Münster gekommen. Früher hat er hier studiert, vor 14 Jahren hat er hier sein Examen gemacht, ist dann weggezogen. Nun ist er wieder in der Domstadt - als Radtourist. Zusammen mit einem Dutzend Freunde aus seiner neuen Heimat, dem niedersächsischen Gifhorn, radelte Harms am Samstag rund um Münster.

Es ist kein Geheimnis: Zum Radfahren ist Münster für Gäste von auswärts als auch für die Münsteraner selbst attraktiv. Und ein Zwischenstopp an Haus Rüschhaus ist bei vielen Touren fest eingeplant. Kurz vom Rad absteigen, die historische Kulisse auf sich wirken lassen, vielleicht bei einer Führung mitmachen. Und danach wieder ausgeruht in die Pedale treten. Entsprechend viel ist an den Sommerwochenenden bei schönem Wetter am Rüschhaus los. Auch dieser Samstag bildete keine Ausnahme.

Die Männergruppe aus Gifhorn hatte das Rüschhaus als Station gegen Ende ihrer Tour eingeplant. Vorher waren die Niedersachsen, die zwischen 40 und 85 Jahre alt sind, vom Stadthotel aus vorbei am Freilichtmuseum Mühlenhof und am Allwetterzoo zur Burg Hülshoff gefahren, wo sie eine Führung mitmachten. Auf dem Rückweg legten sie eine Pause am Rüschhaus ein. Gut, dass die Fahrräder die ganze Tour über hielten: „Wir haben Flickzeug dabei, aber keine Luftpumpe“, berichtete Mitfahrer Werner Kallmeyer lachend.

„Seit 15 Jahren machen wir einmal im Jahr eine solche Tour“, erzählten Peter Fröhlich und Ralf Kraibohm, die in diesem Jahr mit der Organisation dran waren. Das Ziel wurde vorher gemeinsam abgestimmt, und Münster gewann in der Abstimmung gegen Bremerhaven. Am Freitag, als die Männer ankamen, stand das Alte Gasthaus Leve auf dem Programm, am Samstagabend war es der Germania-Campus.

Viele Fahrradfahrer und ein junges, studentisches Publikum - das Münster-Bild, das die Besucher vor ihrer Wochenendtour im Kopf hatten, hat sich bestätigt. „Lebenswerteste Stadt der Welt - wir schließen uns an“, bringt es Werner Kallmeyer auf den Punkt.

Die Männertruppe aus Gifhorn hatte mit drei Autos eine lange Anreise, für die Münsteraner aber liegen die vielen Radwege, die auch zum Haus Rüschhaus führen, vor der Haustür. Angela Harbour, die mit ihrer und einer befreundeten Familie unterwegs war, kommt aus Münsters Innenstadt. Ihre Rundtour führte weiter zum Aasee-Fest und über die Promenade. Zwei Kinder hatten die Familien dabei. Die beiden sechsjährigen Mädchen seien „ganz locker und ohne zu murren“ die eineinhalb Stunden mitgeradelt, loben die Mütter, die bei so schönem Wetter wie am Samstag auch sonst durchaus öfter mit dem Rad unterwegs sind.

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