Fr., 10.02.2012

Berger im Dornröschen-Schlaf Inhaber wollen traditionsreiche Gaststätte an der Isolde-Kurz-Straße wieder verpachten

Berger im Dornröschen-Schlaf : Inhaber wollen traditionsreiche Gaststätte an der Isolde-Kurz-Straße wieder verpachten

Die Rollläden sind heruntergelassen, der Parkplatz steht leer. Für das traditionsreiche „Haus Berger“ wird ein neuer Pächter gesucht. Foto: uwa

Münster-Nienberge - 

Dicht bestückt ist die Nienberger Gaststättenszene schon lange nicht mehr. Hägeraner müssen gar bis zur Altenberger Straße fahren, wenn sie Lust auf ein gezapftes Feierabendbier bekommen. Aber auch dort bietet nur noch das Hotel-Restaurant „Zur Post“ Theke und Stammtisch. Denn im November ließ auch das traditionsreiche „Haus Berger“ an der Isolde-Kurz-Straße seine Rollläden herunter. Pächter Axel Bassen hatte nach Auslaufen seines zehnjährigen Pachtvertrags neue Ziele.

Von Uwe Wahlbrink

Doch der Dornröschen-Schlaf soll bald wieder enden: „Wir wollen die Gaststätte auf jeden Fall wieder verpachten“, betont Angelika Pannenberg. Darin sei sie sich mit ihren Eltern Heinz und Hildegard Berger und ihrem Mann Jörg als Besitzer einig. Der neue Betreiber brauche allerdings ein „schlüssiges Konzept mit frischen Ideen“, sagt Pannenberg. Denn das Gästeverhalten habe sich im Laufe der Jahre geändert. „Unabhängig von ,Haus Berger’ ist das Thekengeschäft weniger geworden“, sagt Angelika Pannenberg. Gründe dafür seien zum Beispiel beim strengeren Raucherschutz oder bei den hohen Fassbierpreisen zu suchen. Private Feiern würden häufiger in anderen Räumen stattfinden. Im Trend liege auch, Gäste zu sich nach Hause einzuladen und zu bekochen. „Es sind noch Clubs da, die gerne wiederkommen würden“, weiß Angelika Pannenberg nicht nur von örtlichen Kegelvereinen. Deshalb würde sie sich wünschen, dass ein neuer Betreiber sich auch den örtlichen Vereinen und Verbänden öffne, die nicht nur die beiden Kegelbahnen und den Saal mit Leben füllen. Aber: „Das muss von ihm ausgehen. Wir sind da völlig offen, es gibt keine Vorbedingungen“, versichert die Mitinhaberin. Ihre Großeltern – Heinrich und Elisabeth Berger – eröffneten die Gaststätte im Jahr 1950 als Kaffeewirtschaft, auf deren Speisenkarte aber auch das beliebte Schinkenschnittchen stand. 17 Jahre später übernahmen Pannenbergs Eltern die Gaststätte und erweiterten sie um einen Saal. „Ich weiß von damals noch von vielen Hochzeiten, Tanz in den Mai von den Schützenvereinen und von Jahreshauptversammlungen unter anderem des Heimatvereins“, erinnert sich Pannenberg an viele, die das gutbürgerliche Ambiente und die Küche sowie den Biergarten schätzten. Die Berger-Tochter zeigt sich zuversichtlich, dass es schon bald an der Isolde-Kurz-Straße wieder weitergeht, denn: „Einen ,Plan B’ zur Verpachtung gibt es nicht.“

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