Schritt zu mehr Lebensqualität

Do., 02.02.2012

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Infonachmittag bei der kfd Nienberge zum Thema Tagespflege

Schritt zu mehr Lebensqualität : Infonachmittag bei der kfd Nienberge zum Thema Tagespflege

Pflegedienstleiterin Marita Reekers (stehend) schilderte die Tagespflege im Altenheim St. Elisabeth. Foto: uwa

Münster-Nienberge - 

Der Schritt zu mehr Lebensqualität kann ein ganz schwerer sein. Deshalb sind ausführliche Informationen unbedingt erforderlich, wenn es darum geht, einen geliebten pflegebedürftigen Angehörigen in die Obhut anderer zu geben. Und sei es auch nur für einen Tag in der Woche.

Von Uwe Wahlbrink

Marita Reekers besucht Ratsuchende nach der ersten Kontaktaufnahme darum auch Zuhause, um gemeinsam mit ihnen zu beraten, wie die Unterstützung aussehen kann. In der Mitarbeiterinnenrunde der kfd Nienberge schilderte die Pflegedienstleiterin des Gievenbecker Altenheims St. Elisabeth, was die dort eröffnete Tagespflege leisten könne, um die häusliche Situation zu stärken und einen ständigen Aufenthalt in einem Pflegeheim zu verhindern.

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„Abhängig von ihren Fähigkeiten gestalten wir unseren Gästen einen guten Tag“, machte Reekers deutlich. Grundlage dafür sei die Biografie der Betroffenen. Die Betreuung richte sich nach deren Hobbys, Talenten, früheren Lebensumständen und Gesundheitszustand.

Wichtig sei auch eine klare Struktur des Tages, der jeweils um 8.30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück beginne. Nach einem Impuls für den Tag gehe es über Selbsthilfe-, Orientierungs- und Wahrnehmungstrainings, kreative Angebote bis hin zu hauswirtschaftlichen Tätigkeiten auf das Mittagessen zu. Nach einer Ruhepause könnten Spaziergänge, Kegeln, Bingospiele und Ähnliches auf dem Programm stehen, bevor nach dem Kaffeetrinken für die Gäste ab 16 Uhr die Heimfahrt anstehe, schilderte Reekers. Die Tagespflege könne bis zu fünf Mal in der Woche gebucht werden.

Durch die sozialen Kontakte helfe die Tagespflege gegen das Einsamsein, sagte Reekers. Angehörige könnten sich in dieser Zeit erholen und eigenen Interessen widmen, hörten die kfd-Mitarbeiterinnen.

Die Frage nach der Finanzierung blieb natürlich nicht aus. „Zwischen 65 und 75 Euro pro Tag“, erläuterte Marita Reekers, machte aber deutlich, dass es durch die Pflegekassen unterschiedliche Möglichkeiten der Refinanzierung gebe. Auch dafür sei die umfangreiche Beratung zuvor notwendig. Reekers riet allen Interessierten, das Angebot am Südlohnweg 1 vier Tage lang zu testen. Der erste davon sei kostenlos.


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