So., 05.02.2017

Hilfen im Ehrenamt Bürokratische Hürden meistern

Wichtige Informationen für die Flüchtlingsarbeit gab Beata Kanngießer den ehrenamtlichen Kräften beim Stammtisch in Nienberge.

Wichtige Informationen für die Flüchtlingsarbeit gab Beata Kanngießer den ehrenamtlichen Kräften beim Stammtisch in Nienberge. Foto: hko

Münster-Nienberge - 

Ehrenamtliches Engagement braucht professionelle Unterstützung, um die Aufgaben bewältigen zu können. Zum Beispiel in der Flüchtlingsarbeit. Informationen aus erster Hand sind dabei genauso wichtig wie der Kontakt zu hauptberuflichen Kräften.

Von Hubertus Kost

Ehrenamtliches Engagement braucht professionelle Unterstützung, um die Aufgaben bewältigen zu können. Zum Beispiel in der Flüchtlingsarbeit . Informationen aus erster Hand sind dabei genauso wichtig wie der Kontakt zu hauptberuflichen Kräften. Darüber waren sich alle Teilnehmer beim offenen Stammtisch einig, zu dem der Caritasverband für die Stadt Münster in die Hausgemeinschaften der Caritas in Nienberge eingeladen hatte.

Das Thema: Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit. Das Fazit nach gut eineinhalb Stunden Vortrag und vielen Fragen: eine Fülle wichtiger Informationen, die die Arbeit erleichtern – besonders bei der Erledigung bürokratischer Anforderungen.

Beata Kanngießer , Migrationsbeauftragte des Jobcenters Münster, erläuterte an vielen Beispielen, welche und wie viele Formulare von Flüchtlingen ausgefüllt werden müssen, damit sie finanzielle Leistungen erhalten und weitere Unterstützung in Anspruch nehmen können.

Selbstverständlich sei das Jobcenter erste Anlauf- und damit auch Beratungsstelle. Doch es sei auch wichtig, dass sich ehrenamtliche Kräfte in der Bürokratie auskennten, um helfen zu können. Zum Beispiel bei Bewilligungsbescheiden, Aktenzeichen, Befristungen, Veränderungsanzeigen – Begriffe, die bestimmt nicht nur Flüchtlinge irritieren, wie ehrenamtlichen Helfer betonten.

Neben der finanziellen Hilfe zum Lebensunterhalt skizzierte Beata Kanngießer die Möglichkeiten der Hilfestellung bei der Anerkennung von Zeugnissen und Berufsabschlüssen und informierte auch über die Kurse zur beruflichen Orientierung. Die Migrationsbeauftragte machte dabei deutlich, dass alle Angebote den Grundsatz „Fördern und Fordern“ zum Ziel hätten – und dabei sei das Erlernen der deutschen Sprache der Schlüssel.

Beata Kanngießer lobte ausdrücklich das große Engagement der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in Nienberge und appellierte an die Helferinnen und Helfer, sich auch beim Jobcenter zu informieren, um Probleme lösen zu können.

Der offene Stammtisch ist eine Initiative von Lätitia Huber (Ehrenamtskoordinatorin des Caritasverbandes für die Stadt Münster) und Benedikt Stritzke, der die Flüchtlingsunterkünfte in Nienberge leitet. Ihr Ansatz für den Stammtisch, der zum zweiten Mal stattfand: „Wir wollen den ehrenamtlich Tätigen Wissen vermitteln, damit sie gezielt helfen können.“

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4609131?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F