Mo., 21.12.2015

Erwachsenen-Taufe Der bewusste Schritt zum Glauben

Den Mut, als Erwachsener zur Taufe anzutreten, bewiesen (v.l.): Vera Maria Kurtic und ihre Taufpatin Anke Gauder und Taufpatin Bettina Werner gemeinsam mit Täufling Faye-Danielle Laverick.

Den Mut, als Erwachsener zur Taufe anzutreten, bewiesen (v.l.): Vera Maria Kurtic und ihre Taufpatin Anke Gauder und Taufpatin Bettina Werner gemeinsam mit Täufling Faye-Danielle Laverick. Foto: fre

Münster-Nienberge - 

Was in den meisten Fällen ein Meilenstein im Leben vieler Kinder ist, erlebten jetzt zwei erwachsene Frauen aus Nienberge: Gemeinsam feierten sie am vierten Adventssonntag ihre Taufe und wurden somit in die katholische Gemeinde St. Sebastian aufgenommen.

Von Franziska Eickholt

Vera Maria Kurtic ist eine der beiden Täuflinge. Sie lebt seit ihrem 16. Lebensjahr in Deutschland und war bis vor kurzem noch Muslimin. „Ich hatte damals eine schwierige Zeit und musste für meinen Aufenthalt in Deutschland kämpfen. Immer wieder habe ich an christlichen Gottesdiensten teilgenommen und zu Gott gebetet. Dass ich jetzt hier stehe, zeigt, dass mein Wunsch dank Gottes Hilfe in Erfüllung gegangen ist“, berichtete Kurtic. Und weiter: „Mich berührt es am Herzen, dass Gott immer bei mir ist und hilft. Deswegen habe ich mich für den christlichen Glauben entschieden.“

Seit Mai dieses Jahres bereitete Diakon Reinhard Kemper Kurtic und Faye-Danielle Laverick, die als zweiter Täufling nun zur Gemeinde zählt, vor. Mit dabei war auch Anke Gauder, die gemeinsam mit den anderen beiden den nächsten Schritt wagen will und sich Anfang des Jahres firmen lässt. Während der Taufe übernahm sie jedoch eine andere wichtige Rolle: die als Taufpatin von Kurtic.

„Man hat natürlich eine andere Gesprächsgrundlage als bei einem kleinen Kind“, erzählte Gauder. Ein Grund, der nach langer Überlegung auch für Laverick den Weg zur Taufe eröffnete. „Ich habe lange nach der richtigen Religion für mich gesucht und schließlich herausgefunden, dass das Christentum am meisten meiner Vorstellung entspricht.“

Letztlich war es in ihrem Fall ein Buch über das Leben einer Nonne, das als Schlüsselerlebnis diente. „Die Geschichte hat mich inspiriert. Denn das, was ich in keinem anderen Glauben in dieser Form gefunden habe, ist, dass Gottes Liebe im Mittelpunkt steht. Diese sollte man nicht für sich behalten, sondern in die Welt tragen.“

Bei der gemeinsamen Feier im Pfarrzentrum waren sich beide Täuflinge schließlich einig, dass sich die intensive Vorbereitung gelohnt hat. „Ich fühle mich unglaublich wohl in der Gemeinde und wünsche mir, dass in Zukunft noch mehr Erwachsene zur Taufe gehen“, resümierte Kurtic. Diakon Kemper unterstützt diese Zukunftsvision „Es kann kein Zufall sein, dass sich plötzlich am selben Ort zur selben Zeit gleich zwei Erwachsene zur Taufe anmelden. Ich bin mir sicher, dass dieses Erlebnis zusammengeschweißt hat.“

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