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Do., 01.12.2016

Runder Tisch Nienberge Platz für Begegnungen fehlt

Nahmen die Situation in Nienberge unter die Lupe (v.r.): Vera Kurtic (Arbeitskreis offene Gemeinde), Patricia Beyer und Claudia Downie (Tagesmütter), Heike Liebezeit (evangelische Gemeinde) und Reinhard Kemper (Diakon).

Nahmen die Situation in Nienberge unter die Lupe (v.r.): Vera Kurtic (Arbeitskreis offene Gemeinde), Patricia Beyer und Claudia Downie (Tagesmütter), Heike Liebezeit (evangelische Gemeinde) und Reinhard Kemper (Diakon). Foto: fre

Münster-Nienberge - 

Was fehlt im Stadtteil, welche Defizite gibt es im Hinblick auf Angebote für junge Familien. Diese und weitere Fragen diskutierte jetzt ein runder Tisch mit Interessierten.

Es geht um Möglichkeiten zum Einkaufen, zum Spielen, zur Betreuung und ganz besonders um einen Treffpunkt im Dorf – für ein glückliches und aktives Familienleben braucht es die richtigen Vor­aussetzungen. Der Arbeitskreis „Offene Gemeinde“ lud nun zu einem runden Tisch für junge Familien ein, um zu diskutieren, welche Möglichkeiten und Probleme der Stadtteil Nienberge derzeit zu bieten hat.

In einem Punkt sind sich die Eltern einig: Es fehlt vor allem eine Begegnungsstätte für Familien. Besonders für neu zugezogene Familien sei es schwierig, Kontakte zu knüpfen, zumal man für viele Erledigungen bereits in benachbarte Orte ausweichen müsse. Grund dafür ist, dass in den vergangenen Jahren im Ortskern immer wieder Geschäfte und Lokale schlossen. „In Nienberge leben viele ältere Menschen. Deswegen ist es nicht immer einfach, attraktive Angebote für junge Familien aufrechtzuerhalten“, erklärte Reinhard Kemper, Diakon in St. Sebastian.

Auch die knapp bemessenen Plätze bei Tagesmüttern und in Kindergärten sind ein Thema, das bei jungen Eltern oft schon während der Schwangerschaft für Kopfzerbrechen sorgt. Viele Mütter möchten so schnell, wie möglich, wieder in den Beruf zurückkehren. Was jedoch passiert, wenn sich nicht die passende Betreuung für den Nachwuchs findet, ist oft unklar. Auf der einen Seite möchten die Eltern ihre Kinder möglichst früh in den Kindergarten schicken, damit sie den Platz ihrer Wahl sicher haben. Andererseits wird die intensive und familiäre Fürsorge von Tagesmüttern häufig bevorzugt.

Dennoch ist Nienberge in Sachen Familienfreundlichkeit keine schlechte Adresse. „Wenn ich mit den Kindern im Ort unterwegs bin, werde ich überall mit Freude begrüßt“, berichtet Tagesmutter Patricia Beyer. Zur Verfügung stehen neben den Spielgruppen der katholischen und evangelischen Gemeinde zum Beispiel der wöchentliche Elterntreff im Lydia-Zentrum, ein neuer Kinderchor oder aktuell der lebendige Adventskalender. Ebenfalls im Gespräch ist die Gründung eines neuen Familienkreises.

Damit sich die Situation für Familien im Stadtteil weiterhin verbessert, bietet der Arbeitskreis „Offene Gemeinde“ auch im nächsten Jahr wieder einen runden Tisch an.

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