Do., 07.12.2017

Nikolaustreffen Vereine kritisieren die Politik

Die Nienberger Vereinsvertreter sparten beim „Nikolaustreffen“ nicht mit Kritik an der Entwicklung des Stadtteils.

Die Nienberger Vereinsvertreter sparten beim „Nikolaustreffen“ nicht mit Kritik an der Entwicklung des Stadtteils. Foto: sn

Münster-Nienberge - 

Zum 13. Mal fand das Nikolaustreffen nun statt. Die Runde habe einmal klein angefangen, damals waren „nur“ die Schützenvereine und der Musikzug mit dabei. Heute ist das anders, zuletzt ist auch die kfd dazugestoßen.

Von Siegmund Natschke

Eine ehemalige Schülerin hatte Reinhold Klumpe, dem zweiten Vorsitzenden des Heimatvereins Nienberge, einen Satz mit auf den Weg gegeben, über den er viel nachdachte. Beim Nikolaustreffen der Nienberger Vereine im Hägeraner Gemeinschaftsraum wurde er heftig diskutiert. „Denken Sie auch an die Zukunft!“, hatte die junge Frau gesagt und gleichzeitig die Frage gestellt: „Wie sieht Nienberge in ein paar Jahren aus?“ Einige Vereinsvorsitzende kritisierten die Entwicklung des Stadtteils mit deutlichen Worten.

Zum 13. Mal fand das Nikolaustreffen nun statt, erklärte Manfred Wilhelmer, der die Rolle des Moderators übernahm. Die Runde habe einmal klein angefangen, damals waren „nur“ die Schützenvereine und der Musikzug mit dabei. Heute ist das anders, zuletzt ist auch die kfd dazugestoßen.

Zunächst standen die Berichte der Vereine an, und dabei stand die Frage im Raum: Wie geht es eigentlich mit der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft weiter? „Wir leben noch“, erklärte der neue Vorsitzende Dennis Schmitz: „Uns wird es weiterhin geben.“

Auf gute Resonanz bei den Kollegen der anderen Vereine stießen die Pläne für das nächste Jahr. Nicht nur dass das Jubiläums-Schützenfest zum 125-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft gefeiert wird (9. bis 10. Juni 2018), es gibt einen weiteren Plan. „Wir wollen an alte Traditionen anknüpfen und wieder einen Maibaum aufstellen“, erklärte Dennis Schmitz.

Das solle am 29. April am „Wirtshaus zur Post“ geschehen. Dort werde noch ein Platz gesucht, an dem er aufgestellt werden könne, meinte der neue Vorsitzende weiter. Zudem solle es am 13. Oktober ein eigenes Kaiserfest geben, das losgelöst vom Jubiläumsschützenfest organisiert werde. Insgesamt gelte: „Wir feiern ein Best-of-Jahr“.

Viele positive Nachrichten gab es von den einzelnen Vereinen. Die Aloysianer freuten sich über die Einweihung des neuen Gemeinschaftsraumes in Häger. Friedhelm Berger vom Musikzug verkündete, dass beim nächsten Oktoberfest das 1000-Quadratmeter-Zelt aufgrund der großen Resonanz auf das Event noch einmal vergrößert werden könne. Meik Bolte, der Vorsitzende der Ortsunion, kündigte an, dass eine neue Veranstaltung für den Stadtteil geplant sei. Nämlich ein „Bürgerbrunch“ nach münsterischem Vorbild auf dem Nienberger Kirchplatz. Der sei für den Juli nächsten Jahres anvisiert.

Schließlich stellte sich der neue CDU-Ratsherr von Nienberge, Georg Fehlauer, den Vereinsvertretern vor. Er meinte: „Ohne, dass Nienberge wächst, kommen wir nicht weiter.“ Der Stadtteil brauche, um sich entwickeln zu können, neue Grundstücke: „Denn hinter jedem Grundstück steckt eine junge Familie.“ Aber es gelte auch: „Nienberge muss seinen Charakter bewahren.“

Die Vereinsvertreter sparten nicht mit Kritik an der bisherigen Politik. „Münster hat kein Interesse an Nienberge“, sagte Karl-Heinz Suttrup, Vorsitzender von „Frohsinn Schonebeck“: „Uns ist schon das Freibad genommen worden, es gibt noch viele weitere Bespiele“. Und, so befürchtete er: „Die Infrastruktur bricht zusammen.“ Thorsten Ullrich, der Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr, meinte hinsichtlich der auch gewerblich nutzbaren Grundstücke im Stadtteil: „Die Filetstücke sind schon verteilt.“

Ratsherr Georg Fehlauer lud alle dazu ein, an einer noch folgenden „Zukunftswerkstatt“ des Stadtteils teilzunehmen und dort die eigenen Vorstellungen einzubringen. Und Manfred Wilhelmer rief dazu auf: „Wir müssen mitmachen und Druck aufbauen!“

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