Mittagstisch für Senioren
Rückläufige Zahlen bei Besuchern

Münster-Nienberge -

„Mittagstisch für Senioren“ – das Angebot gibt es seit fast elf Jahren. Etwa 20 bis 25 Nienberger kommen montags, mittwochs und freitags zum gemeinsamen Mittagessen in den „Treff Nienberge“ an der Kirmstraße 18. Obwohl es mehr sein könnten, geht die Zahl leicht zurück.

Montag, 16.04.2018, 19:04 Uhr

Jeweils drei ehrenamtliche Kräfte kümmern sich um die Mittags-Gäste. Hier arbeiten (v.l.) Eugenie Rethmann, Bärbel Frowein und Ingeborg Hißmann im „Treff“. Zum Mitarbeiterinnen-Team gehören insgesamt 18 Frauen
Jeweils drei ehrenamtliche Kräfte kümmern sich um die Mittags-Gäste. Hier arbeiten (v.l.) Eugenie Rethmann, Bärbel Frowein und Ingeborg Hißmann im „Treff“. Zum Mitarbeiterinnen-Team gehören insgesamt 18 Frauen Foto: hko

Das sei zwar im Augenblick noch kein einschneidender Rückgang, sagt Ulla Fieber. „Aber es wäre ein Verlust im sozialen Angebot des Stadtteils, wenn der Mittagstisch auf Dauer nicht aufrechterhalten werden kann“, betont die Sprecherin des Teams von 18 engagierten Helferinnen. Deshalb müsse der Mittagstisch für Senioren bekannter gemacht werden.

Ulla Fieber kennt Gründe für die rückläufige Zahl. Einige der betagten Mittagstisch-Teilnehmer, die seit vielen Jahren regelmäßig in den „Treff“ kamen, leben inzwischen im Altenheim, andere werden zu Hause betreut oder sind zu ihren Kindern gezogen. Die meisten Mittagsgäste sind zwar „weit über 70“, aber das sei keine Voraussetzung, schmunzelt die Sprecherin. Sie macht damit deutlich, dass auch „jüngere Senioren“ willkommen sind.

Es gibt viele Gründe für die Teilnahme am gemeinsamen Mittagstisch. Alleinlebende, die aber nicht nur für sich allein kochen oder essen wollen. Anderen fällt das Einkaufen schwer, manche fühlen sich einsam. Einen ganz wichtigen sozialen Aspekt nennt Marlene Tillmann, die seit dem Start des Angebots im Sommer 2007 zum Team gehört: Mittagessen in Gemeinschaft erleben. „Es geht nicht nur ums Essen, die Gespräche sind wichtig, auch die schöne Atmosphäre.“

Die Mittagsgäste können die Tage, an denen sie sich um 12.30 Uhr im „Treff“ treffen, frei auswählen und sich telefonisch anmelden, sogar am selben Tag bis spätestens 9 Uhr. Auch direkt vor Ort ist eine Anmeldung für jeweils einen weiteren Tag möglich. Ein Mittagessen (Tellergericht, Nachtisch, Kaltgetränk) kostet wenige Euro. Das Essen wird täglich in der Küche des Maria-Hötte-Stiftes frisch zubereitet.

Wer nicht mehr selbstständig in die Kirmstraße kommen kann, der wird auf Wunsch von zu Hause abgeholt. Dafür sorgen Peter Fieber, Bernd Dillmann und Wolfgang Weber, die im Verein „Von Mensch zu Mensch in Nienberge“ mitarbeiten und für den Mittagstisch die Fahrdienste übernehmen. Dabei zeigt sich deutlich, wie ehrenamtliches Engagement verschiedener Organisationen in Nienberge ineinander greift.

Wenn zum Beispiel jemand, der sich zum Mittagstisch angemeldet hat, nicht kommt oder beim vereinbarten Fahrtermin die Tür nicht öffnet, „dann greifen wir sofort zu unserer Telefonliste,“ betont Marlene Tillmann. Die Telefonate sind auch Teil des Netzwerks, denn dadurch erfährt das Team, ob Hilfe notwendig ist.

„Wir haben damals gemerkt, dass es einen Bedarf für den Mittagstisch gibt,“ sagte Ulla Fieber anlässlich der kleinen Feier zum zehnjährigen Bestehen des Angebots im Juni 2017. Daran hat sich im Lauf der Zeit nichts geändert.“ Wer zum Mittagstisch kommt, der is(s)t dort sehr gern, das kommt immer wieder zum Ausdruck. Aber: „Neue Gäste sind herzlich willkommen.“

Der Mittagstisch ist ein Angebot der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft Münster und der katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian Nienberge. Schriftliche Informationen in Form eines kleinen Faltblatts liegen in Nienberger Geschäften, Apotheken und Arztpraxen aus. Anmeldungen zum Mittagstisch sind bei Ulla Fieber möglich ( ✆ 0 25 33 / 15 51).

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