Amateurfunker proben für Katholikentag
Testlauf klappt: „Lublin hört“

Münster-Nienberge -

Vier Gruppen aus dem Münsterland wollen beim Katholikentag im Mai alle Neuigkeiten über Funk in die Welt bringen. Neben Münster beteiligen sich auch Amateurfunker aus Lüdinghausen, Telgte und eine Gruppe von Postlern an dem Funkverkehr, der an der Erlöserkirche aufgebaut wird.

Sonntag, 29.04.2018, 19:04 Uhr

Die Amateurfunker aus Münster konnten eine gelungene Generalprobe verbuchen: Beim Katholikentag wollen sie von der Erlöserkirche Neuigkeiten in die ganze Welt schicken.
Die Amateurfunker aus Münster konnten eine gelungene Generalprobe verbuchen: Beim Katholikentag wollen sie von der Erlöserkirche Neuigkeiten in die ganze Welt schicken. Foto: cro

Erst einmal ist nur ein Knirschen zu hören. Darauf folgt ein Rauschen, dann wieder ein lautes Knirschen. Ersin Oskay schaut konzentriert auf einen kaum handgroßen Bildschirm, auf dem eine Frequenz steht. Mit der rechten Hand dreht er an einem Knopf, auf einmal kommt eine Stimme und gibt die ersehnte Antwort aus dem Funkgerät: „Lublin hört.”

Es war eine Generalprobe nach Maß: Die Funkamateure aus Münster wollten es vor dem Start in den Katholikentag genau wissen und sowohl ihre Technik als auch ihr Können noch einmal auf den Prüfstand stellen. Gleich vier Gruppen aus dem Münsterland wollen beim Katholikentag im Mai alle Neuigkeiten über Funk in die Welt bringen. Neben Münster beteiligen sich auch Amateurfunker aus Lüdinghausen, Telgte und eine Gruppe von Postlern an dem Funkverkehr, der an der Erlöserkirche aufgebaut wird.

Damit die Aktion wirklich etwas ganz Besonderes wird, haben sich die Organisatoren auch einiges einfallen lassen. Schon zu Beginn des Jahres haben sie einen besonderen Funknamen angemeldet, der nur dieses Jahr gilt und weltweit einmalig ist: „Wer mit uns funkt, darf sich in einem Logbuch den Kontakt mit dem Rufzeichen DQ2018KTMS eintragen und erhält als Bestätigung auch eine Karte”, so Oskay. Dafür seien spezielle Karten von den Funkamateuren entworfen worden. „Die gibt es dann nur einmal und danach nie wieder.” DQ steht für Deutschland, KT für Katholikentag und MS für Münster.

Die Idee, auch per Funk die Informationen in alle Welt zu bringen, denn Amateurfunker können bei guten Verhältnissen nahezu jeden Punkt auf der Erde erreichen, stammt von Diethard Klinkenberg. Der Amateurfunker erinnert sich: „Es gibt eine ökumenische Funkrunde, an der sich Mitarbeiter der Kirchen beteiligen.” Da habe er erfahren, dass die Gruppe Conveniat auch schon bei anderen Katholikentagen aktiv war. „Es gab eigentlich bei jedem Katholikentag eine Funkstation, da machen wir nun auch keine Ausnahme.”

In der Zwischenzeit geht die Generalprobe mehr als erfolgreich weiter. Nachdem Lublin, die Partnerstadt Münsters, als erklärtes Ziel erreicht wurde, zieht Klinkenberg mehr als begeistert Resümee. „Wir haben festgestellt, dass alles so klappt wie geplant.”

Auch Oskay, Leiter der Amateurfunkgruppe Telgte, ist ebenfalls sehr zufrieden. „Wir haben mit dem Funkrufzeichen des Katholikentages in diesem Jahr schon mehr als 1000 Kontakte gehabt. Der weiteste war Japan, doch der konnte natürlich nicht viel mit dem Begriff Katholikentag anfangen.” Und mit wem möchten die Funker gerne mal sprechen anlässlich der besonderen Tage? „Es wäre toll, wenn wir mal Kontakt mit HV0A hätten”, so die Funker begeistert. Nach einem Blick in fragende Gesichter wird aufgeklärt: „Das ist die Funkkennung von Radio Vatikan, also dem Heiligen Vater.”

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