Musikschule führt „Ali Baba“ auf
Proben für märchenhaftes Musical

Münster-Nienberge -

Das Musical der Musikschule Nienberge ist jedes Jahr ein Highlight. In diesem Jahr soll es mit „Ali Baba“ orientalisch und märchenhaft werden. Die Proben laufen schon seit Februar.

Montag, 13.08.2018, 18:24 Uhr

Gesangsprobe mit Komponist Jean-Claude Séférian am Klavier. Das war der Motivationsschub vor der Sommerpause.
Gesangsprobe mit Komponist Jean-Claude Séférian am Klavier. Das war der Motivationsschub vor der Sommerpause. Foto: hko

Ali Baba“ ist in der Sommerpause. In der letzten Probe vor der Urlaubszeit gab Jean-Claude Séférian den Mitwirkenden noch einen Motivationsschub. Intensiv wurden die Gesangsdarbietungen geübt. Wieder und wieder. Nach den Sommerferien geht es weiter mit den Vorbereitungen zu „Ali Baba – Ein Musical aus 1001 Nacht“. Am 2. November ist die Premiere im Kulturforum Nienberge.

15 Musicals hat die Musikschule Nienberge seit 1984 auf die Bühne gebracht. „Emil und die Detektive“ war das erste Stück und der Einstieg in eine Erfolgsgeschichte. Der bekannte Sänger und Komponist Jean-Claude Séférian war damals schon dabei. Er schrieb für die meisten Musicals die Musik – jetzt auch für „Ali Baba“.

Bereits aus dem kompletten Titel des bekannten Märchens („Ali Baba und die 40 Räuber“) lässt sich ableiten, dass viele Darsteller mitmachen müssen. Etwa 100 Mitwirkende – einschließlich des Orchesters der Musikschule – werden an den Aufführungen beteiligt sein. Kein Problem: Bei der Vorstellung des Projekts am 15. Februar im Kulturforum kamen mehr als 100 Interessierte aus Nienberge, Gievenbeck, Roxel, Kinderhaus und aus weiteren Stadtteilen. „Etwa die Hälfte hat schon bei anderen Musicals mitgewirkt,“ freut sich Julia Pieper, die gemeinsam mit Lea Christiansen Regie führt. Nicht nur einzelne Laienschauspieler waren mehrfach dabei, „auch Eltern und Kinder machen gemeinsam mit“, sagt die Regisseurin: im Chor, im Ensemble, bei Solo-Auftritten und Tanzeinlagen.

Über „Mehrfach-Mitwirkende“ freut sich Julia Pieper (l.) besonders. Dazu gehören Burkhard Nierhaus (3.v.l.) und seine Tochter Johanna (2v.l.), ihr Bruder Benedikt (r.)macht zum ersten Mal bei einem Musical mit.

Über „Mehrfach-Mitwirkende“ freut sich Julia Pieper (l.) besonders. Dazu gehören Burkhard Nierhaus (3.v.l.) und seine Tochter Johanna (2v.l.), ihr Bruder Benedikt (r.)macht zum ersten Mal bei einem Musical mit. Foto: hko

Zu den „Mehrfach-Mitwirkenden“ gehört die Familie Nierhaus. Vater Burkhard Nierhaus ist zum dritten Mal bei einem Musical aktiv, ebenso wie seine Tochter Johanna. Sohn Benedikt macht in diesem Jahr zum ersten Mal mit. Der Achtjährige spielt einen Räuber, seine zwölfjährige Schwester hat die Rolle einer Hofdame. Der Vater kommt als Ali Baba auf die Bühne. Er hat bereits beim „Krieg der Knöpfe“ mitgesungen. Und beim Musical „Der kleine Prinz“, das vor zwei Jahren die Zuschauer begeisterte, war er der König. „Es macht mir einfach sehr viel Spaß,“ sagt der Krankenpfleger. Das merkt man ihm und auch den beiden Kindern sofort an.

Spaß und auch eine Portion Begeisterung müssen dabei sein, sonst würden die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wohl kaum seit Ende Februar jeden Donnerstag zu den Proben in das Kulturforum kommen. Das Team mit Jean-Claude Séférian, Julia Pieper, Lea Christiansen und Witold Grohs (Leiter der Musikschule und Orchesterleiter) versteht es, den „Mitmach-Funken“ immer wieder überspringen zu lassen. Und „immer wieder gern dabei“ sind auch Anneliese Janning im Leitungsbereich für das Musical, Uschi Knievel und Deborah Spieß (Kostüme) Peter Tovar und Lorenz Pott (Bühnenbild).

Auch das Orchester ist bereits aktiv: Witold Grohs (l.) probt mit den Musikern in der Grundschule.

Auch das Orchester ist bereits aktiv: Witold Grohs (l.) probt mit den Musikern in der Grundschule. Foto: hko

Warum eigentlich „Ali Baba“ als Musical? Es sollte etwa Orientalisches sein, sagt der Komponist, „etwas Märchenhaftes“. Das habe ihn schon lange fasziniert. Die Geschichten von Kalifen und Königen, von Sindbad und Aladin aus dem Klassiker „1001 Nacht“ seien Weltliteratur. Die Geschichte von Ali Baba, dem Holzsammler, der den Kalifen von Bagdad vor 40 Räubern rettet, soll auch die Zuschauer im Kulturforum Nienberge faszinieren. Insgesamt sind neun Aufführungen des Musicals geplant.

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