Roxel

So., 01.11.2009

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.

Artikelbewertung

Sternstunde der zeitgenössischen Gitarrenmusik

Dem Verein „RoKuLa“ gelang mit der Verpflichtung des Gitarren-Duos ein echter Glücksgriff: Michael und Thomas Hoene (v. l.) begeisterten in der Mensa des Schulzentrums mit virtuosen Jazz-Darbietungen. Foto: (tu)
Von Thomas Usselmann

Münster-Roxel - Es war eine Sternstunde für musikalische Feinschmecker - mit viel Essenz und wenig Aroma. Zwei Stunden lang servierten Michael und Thomas Hoene in der Mensa des Schulzentrums einen feurigen Akustikgitarren-Cocktail aus grandios interpretierten Fusion- und Jazz-Klassikern, der an Virtuosität nicht mehr zu überbieten war.

Altmeister John McLaughlin hätte seinen Ohren nicht getraut: Als das Duo mit „Guardian Angel“ loslegte, schien sich das Roxeler Auditorium förmlich in die Bühne der legendären „Friday Night in San Francisco“ zu verwandeln. Mit dem Unterschied, dass die studierten Musiker aus Nottuln auch „Mediterranean Sundance“ und Egberto Gismontis „Frevo Rasgado“ (ebenfalls aus dem Friday-Night-Album von McLaughlin, Al DiMeola und Paco de Lucia) noch mit atemberaubenden Extravaganzen verfeinerten. Ob Blues, Bossa Nova oder Flamenco: Rasante, punktgenau synchrone Läufe, blitzschnelle Tonarten- und Rhythmuswechsel - die schwindelerregende Spieltechnik dieses Ausnahmeduos kennzeichnete die Darbietungen des Konzertabends.

Chick Coreas „Spain“ durfte ebenso wenig fehlen wie „All Blues“ von Miles Davis. In puncto Rhythmus und Improvisation legten die flinken Finger der Hoene-Brüder auf ihren Gibson- und Santa-Cruz-Gitarren mühelos immer noch eins drauf. Das Duo beließ es bei kurzen Ansagen, die ohnehin zumeist vom Beifall verschluckt wurden. Auch ältere, seinerzeit von der Fusion-Welle unberührte Standards kamen in hochenergetischen Arrangements daher, die selbst gestandenen Profimusikern das Staunen lehrten. Dazu zählten Luiz Bonfas „Black Orpheus“ - im Original kontemplativ und bedächtig - „Stella by Starlight“ und zu guter Letzt der Titel „St. Thomas“ des Saxophonisten Sonny Rollins.

Nicht weniger virtuos - abseits der großen Namen - die Eigenkompositionen des Hoene-Duos wie „Breeze of Love“, eine Hommage an Pat Metheny, oder „Long Rider“, die Appetit auf mehr machten. Es war unüberhörbar: „John McLaughlin und Egberto Gismonti“, erklärten die Hoene-Brüder schmunzelnd, „sind sicherlich unsere musikalischen Impulsgeber.“


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Anzeige

WN-Immo Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

WN-Aktionen

Wir haben die letzten Tickets
Am Donnerstag singt Ina Müller vor ausverkauftem Haus. Sie können noch 2 x 2 Eintrittskarten gewinnen. mehr...

Immer mehr drin
Exklusive Angebote für WN-Kunden - wie funktioniert das? mehr...

Kastelruther Spatzen
Lust auf den unverkennbaren "Spatzen-Sound"? Hier können Sie Eintrittskarten für das Konzert am Donnerstag gewinnen. mehr...

Anzeige