Giraffe „Taki“ löst Konfliktsituationen
Projektpremiere in der Marienschule

Münster-Roxel -

„Taki heiß ich, und jetzt habe ich es kapiert, ich habe immer eine Wahl!“, ertönte es lautstark im Foyer der Marienschule. 240 Mütter und Väter erlebten die illustre Premiere des Grundschulprojektes „Taki macht’s klar“. Es handele sich, eröffnete Rektorin Kerstin Ahlers den gespannten Eltern, um die landesweite Erstaufführung eines mehrteiligen Schulprojekts, das Grundschülern in Stress- und Konfliktsituationen alternative Lösungswege aufzeigen soll.

Dienstag, 11.09.2012, 17:09 Uhr

Giraffe „Taki“ löst Konfliktsituationen : Projektpremiere in der Marienschule
Stellten das Konfliktpräventionsprojekt „Taki macht’s klar“ an der Marienschule vor (v.l.): Michael Westermeier mit Maskottchen „Taki“, Rektorin Kerstin Ahlers, Kommunikationstrainerin Sibylle Rosenberger und Liedermacher Hans-Martin Prolingheuer. Foto: tu

Dem detaillierten Elternabend unter der Regie der Projektleiterin Sibylle Rosenberger ging eine Fortbildung für die Lehrer und Mitarbeiter des offenen Ganztags voraus. „Wir versuchen den Kindern anhand eines Theaterstücks mit Handpuppen klarzumachen, dass es in jeder Konfliktsituation verschiedene Handlungsmöglichkeiten gibt“, unterstrich die Kommunikationstrainerin. Pate stehen dabei Nashorn, Schildkröte, ein Erdmännchen und die Giraffe „Taki“ als Chefin. Jede Tierfigur symbolisiert eine Möglichkeit, einen Konflikt anzugehen: Offensiv agiert das Nashorn, während die Schildkröte die Vermeidungsstrategie bevorzugt und das Erdmännchen am liebsten wegläuft. Diese Tierfiguren stünden zugleich für divergierende innere Haltungen, die es in Einklang zu bringen gelte, wobei der Giraffe „Taki“ als Chefin – in der praktischen Anwendung also dem Grundschulkind – die Entscheidung obliegt. Theoretische Grundlage dieses Konflikttrainings, das Sibylle Rosenberger, ihre Teamkollegen Michael Westermeier , Ulla Vienken, Irmhild Willenbrink und der Liedermacher Hans-Martin Prolingheuer, in allen Klassen in Form eines Theaterstücks mit Songs zum Mitsingen präsentieren werden, bildet das Modell des „Inneren Teams“. Entwickelt hat es der Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun. Sybille Rosenberger verwendet dessen Theorie nach eigener Aussage erstmalig als Basis eines Grundschulprojekts. „Wir erhoffen uns vor allem Nachhaltigkeit“, betont Rektorin Kerstin Ahlers, „und dass unsere Kinder in Konfliktsituationen vor dem Agieren stärker reflektieren!“

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