Unter dem Motto „Roxeler helfen Campus-Schülern“ wird weiter Frühstück an den Schulen angeboten
Gut gerüstet in den Lernalltag

Münster-Roxel -

Der Verein Früz wird sich in Roxel zurückziehen und kein Frühstück mehr in den Schulen anbieten. Engagierte Bürger und Kaufleute wollen das Angebot im Stadtteil in Eigenregie nach den Herbstferien fortsetzen.

Dienstag, 01.10.2013, 21:10 Uhr

Gemeinschaft macht stark: Die Schulleiter am Roxeler Schulzentrum, Unternehmensvertreter und Helfer freuen sich über die Fortsetzung des Frühstücksangebots und die von Hausmeister Michael Otterbach (3.v.l.) überreichte „RoKuLa“-Spende.
Gemeinschaft macht stark: Die Schulleiter am Roxeler Schulzentrum, Unternehmensvertreter und Helfer freuen sich über die Fortsetzung des Frühstücksangebots und die von Hausmeister Michael Otterbach (3.v.l.) überreichte „RoKuLa“-Spende. Foto: tu

„Dieses bewährte Projekt darf nicht sterben. Es gilt vielmehr, einen soliden Grundstein für die Zukunft zu legen!“ Alle Schulleiter am Roxeler Schulcampus – Matthias Wienker (Droste-Hauptschule), Christiane Melzer (Realschule), Reiner von Borzyskowski (Sekundarschule) und Bernhild Kemme (Augustin-Wibbelt-Schule) – wollen einmal mehr ihren Gemeinschaftsgeist unter Beweis stellen: Das bisher vom Verein „FrüZ“ (Frühstück zusammen) allmorgendlich für Kinder in der Mensa angebotene Frühstück will man nach den Herbstferien in Eigenregie stemmen.

„Bei uns fließen die Spendengelder nicht mehr so üppig“, erklärt Adelgund Schmitz vom Verein „Früz“ auf Nachfrage der WN. Künftig wolle der Verein sein Angebot in erster Linie an Grundschulen, eventuell auch mit einem neuen Konzept anbieten. „Wir finden es super, dass die Roxeler Schulen das Angebot in bewährter Weise nun selbst fortsetzen wollen“, betont Adelgund Schmitz.

„Roxeler helfen Campus-Schülern“ – unter diesem Arbeitstitel möchten die vier Schulen das regelmäßig von 35 bis 40 Kindern genutzte Frühstücksangebot mithilfe engagierter Bürger und Sponsoren weiterführen. „Wir setzen auf weitere Unterstützung, ob durch Spenden oder ehrenamtliche Hilfe bei der Frühstückszubereitung“, bekräftigte Wienker im Beisein der Schulleiter, Firmenvertreter und Helfer. Denn, so die Runde unisono, mit dem morgendlich ab 7.15 Uhr in einem abgetrennten Bereich der Mensa bereitgestellten Angebot aus Brötchen, Brot, Aufschnitt, Marmelade, frischem Obst und Gemüse werde für die Kinder eine elementare Grundlage geschaffen, „gut gerüstet in den Lernalltag“ zu starten. Zielgruppe seien Kinder, die zu Hause, aus welchen Gründen auch immer, kein Frühstück zu sich nähmen.

Das Angebot – geschätzt werde auch die angenehme Atmosphäre – erfreut sich laut Wienker, nachdem es vor vier Jahren mit zehn Kindern losging, zunehmender Beliebtheit. Gefördert wird nach Einschätzung der Schulpädagogen dabei auch das soziale Lernen: Man achtet aufeinander. „Tischmanieren und der morgendliche Gruß gehören selbstverständlich dazu“, unterstreicht das Hausmeister-Ehepaar Elke und Michael Otterbach. Beide sind mit viel Herzblut beim bislang fünfköpfigen Helfer-Team dabei und hoffen auf Verstärkung.

Prompt Wirkung zeigte der Spendenaufruf der scheidenden Initiatorin der Roxeler Kultur-Initiative (RoKuLA), Astrid Mayer, an die Besucher der beiden letzten Kabarett-Abende: Einen symbolischen 1200-Euro-Scheck überreichte Michael Otterbach den neuen Machern zur Startfinanzierung. Für 100 Euro, so ermittelte die Runde, könne ein Kind ein Jahr lang frühstücken. Neben „RoKuLa“ sind bislang zehn ortsansässige Unternehmen, von der Lebensmittelbranche bis zum Geldinstitut, mit im Boot. Sie leisten finanzielle Hilfe, darunter auch durch den Verkauf von Kalendern in Apotheken, und Lebensmittelspenden. Wer an einer Mithilfe interessiert ist, kann sich gern während der täglichen Frühstückszubereitung zwischen 7.15 und 8.15 Uhr in der Mensa des Schulzentrums informieren.

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