Roxeler Sekundarschüler knüpfen Kontakte zur Arbeitswelt
„Mit der Berufswahl kann man nicht früh genug beginnen“

Münster-Roxel -

Großen Wert legen die Verantwortlichen der Roxeler Sekundarschule auf die frühzeitige Berufswahlvorbereitung. Bereits die Fünft- und Sechstklässler nehmen daran teil.

Dienstag, 01.04.2014, 23:04 Uhr

Mit der Berufswahlorientierung beschäftigen sich an der Sekundarschule bereits die Fünft- und Sechstklässler, hier mit Schulleiter Reiner von Borzyskowski (l.), Diplom-Pädagogin Sabrina Löb (r.) und Sozialpädagoge Tobias Niemann.
Mit der Berufswahlorientierung beschäftigen sich an der Sekundarschule bereits die Fünft- und Sechstklässler, hier mit Schulleiter Reiner von Borzyskowski (l.), Diplom-Pädagogin Sabrina Löb (r.) und Sozialpädagoge Tobias Niemann. Foto: tu

„Tierärztin will ich werden!“ Für Valeria steht das Berufsziel schon fest: Kein Wunder, zumal die 13-Jährige zu den 170 Fünft- und Sechstklässlern der Sekundarschule gehört, die der Berufswahlvorbereitung bereits erste Kontakte mit der Arbeitswelt verdanken. Valeria lernte eine Tierarztpraxis kennen.

„Ziel ist es, dass sich unsere Schüler frühzeitig mit Berufsorientierung beschäftigen“, erläutert Schulleiter Reiner von Borzyskowski das Orientierungskonzept der Sekundarschule. Arbeitslehre in Informatik, Technik und Hauswirtschaft sowie Naturwissenschaften stehen für die Fünftklässler jeweils zwei Stunden pro Woche in geteilten Klassen auf dem Stundenplan.

Die Schüler arbeiten mit Bohrmaschine und Werkstoffen, üben sich im Umgang mit dem Computer, über den jeder Sekundarschüler verfügt, lernen in gemischten Gruppen Haushaltsarbeiten kennen – „Basics“ wie Spülen, Waschen und Kochen. „Dabei ist uns das Aufbrechen der Rollen-Klischees sehr wichtig“, unterstreicht der Schulleiter.

Beim „Boys- & Girls-Day“ nähten die Jungen Schlüsselbänder, während die Mädchen elektronische Prüfgeräte herstellten. Zwei pädagogische Fachkräfte vom CVJM (Anne-Jakobi-Haus) als Kooperationspartner leisteten Unterstützung. Die Sechstklässler lernten am Praxistag die Berufe ihrer Eltern, Verwandten oder Freunde kennen. Im Anschluss fand eine Auswertung statt: Die Schüler dokumentierten ihre Erfahrungen an Stellwänden.

Die frühzeitige Berufswahlvorbereitung genießt an der Sekundarschule nicht zuletzt deshalb hohen Stellenwert, weil Arbeitslehre zu den wählbaren Hauptfächern zählt, die die Schüler ab der siebten Klasse begleiten. „Arbeitslehre ist sehr beliebt, rangiert noch vor Französisch, Naturwissenschaften sowie Darstellen und Gestalten“, weiß von Borzyskowski. „Mit dem Thema Berufswahl kann man nicht früh genug beginnen!“

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