Bundesweites Projekt startet an Roxeler Sekundarschule:
Mehr Raum für Kreativität

Münster-Roxel -

Das schulische Lernen soll mit einem Projekt, das Siebtklässler der Roxeler Sekundarschule derzeit erproben, nachhaltig gefördert werden.

Dienstag, 02.09.2014, 23:09 Uhr

Mehr Kreativität im Unterricht wagen: Ein ambitioniertes Kunstprojekt zur Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung feierte in der Klasse 7 a der Roxeler Sekundarschule bundesweit Premiere.
Mehr Kreativität im Unterricht wagen: Ein ambitioniertes Kunstprojekt zur Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung feierte in der Klasse 7 a der Roxeler Sekundarschule bundesweit Premiere. Foto: tu

„Linke Hand nach oben, rechter Fuß nach vorne gestreckt!“ Mit sichtlichem Eifer folgen 25 Siebtklässler der Sekundarschule der Anweisung von Projektinitiatorin Petra Elisabeth Siebert : Gehirn-Gymnastik im Kunstunterricht – der erste Schritt. Die Klasse 7 a erlebt in dieser Woche den Start eines bundesweiten Kreativitätsprojekts, finanziert vom Cornelsen-Verlag .

„Mehr Raum für Kreativität an Schulen“ lautete der Titel der ganztägigen Premiere, basierend auf einer Buchveröffentlichung der Kreativforscherin und Autorin Petra Elisabeth Siebert („Erfolg durch wahrhaftige Kreativität“). „Wenn wir mehr Kreativität an den Schulen zulassen, fördern wir wichtige Fähigkeiten wie Sozialkompetenz, Empathie, Selbstvertrauen, Respekt und Verantwortungsbereitschaft fürs eigene Handeln“, beschreibt Siebert die Projektziele.

Nach der gymnastischen Aktivierung der Gehirnhälften folgte künstlerisches Tun bei absoluter Stille. Ohne Themenvorgabe erstellten die Siebtklässler mit Pinseln und Schwämmen gruppenweise Fantasiebilder. „Wichtig ist, schaut genau hin, was Euer Nachbar malt und überlegt Euch, was am besten dazu passt!“, richteten sich Siebert und Trainerin Doris Menne an die Schüler.

Melanie Fedder , Klassen- und Kunstlehrerin, hielt derweil das „Stille“-Signal, ein laminiertes Symbol, in die Höhe. Durch den lautlosen (Mal-)Prozess werde die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Kinder gestärkt, unterstrich die Projektinitiatorin. Erkenntnisse der Hirn- und Bindungsforschung belegen nach Sieberts Worten, dass durch die Wahrnehmung der eigenen Kreativität, durch empfundene Freude und Leichtigkeit das Lernen nachhaltig gefördert werde. Häufig setze der Lehrplan zu enge Grenzen, umso entscheidender seien kreative Prozesse, die es mit dem Projekt zu fördern gelte.

„Wenn die Kinder zu sich selbst finden, können sie auch leichter lernen“, schloss die Autorin. Mit weiteren Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung und der freien Erstellung von Gruppen- und Einzelbildern setzte sich das Projekt fort.

„Es eröffnet reizvolle neue Möglichkeiten vor allem in puncto individueller Förderung der Schüler“, sagt Schulleiter Reiner von Borzyskowski.

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