Mi., 02.03.2016

Reha-Sportgemeinschaft Roxel Mehr Zeit für Wassergymnastik

Das Roxeler Hallenbad: Geht es nach den Vorstellungen der Roxeler Reha-Sportgemeinschaft, dann muss älteren Bürgern im Bad an der Tilbecker Straße mehr Gelegenheit zur Wassergymnastik gegeben werden.

Das Roxeler Hallenbad: Geht es nach den Vorstellungen der Roxeler Reha-Sportgemeinschaft, dann muss älteren Bürgern im Bad an der Tilbecker Straße mehr Gelegenheit zur Wassergymnastik gegeben werden. Foto: sch

Münster-Roxel - 

Zu wenig Zeit für „dringend notwendige Gesundheitsvorsorge“: Die Reha-Sportgemeinschaft möchte im Roxeler Hallenbad besser berücksichtigt werden. Eine entsprechende Bürgeranregung hat der Verein der Stadt Münster bereits übermittelt.

Von Thomas Schubert

Für die Öffentlichkeit ist das Roxeler Hallenbad innerhalb der Woche lediglich 28,5 Stunden – davon 20 am Wochenende – zugänglich. Andere Zeiten sind dem Schul- und Vereinssport vorbehalten. Doch geht es nach den Vorstellungen der Roxeler Reha-Sportgemeinschaft, dann müssten die Öffnungszeiten für Vereine sogar noch erweitert beziehungsweise neu geordnet werden. Eine entsprechende Bürgeranregung haben die Reha-Sportler der Stadt vor wenigen Tagen zur Prüfung eingereicht.

In dem Schreiben beklagen sich die Verantwortlichen der über 260 Mitglieder starken Reha-Sportgemeinschaft darüber, dass die Stadt den ständig stärker werdenden Bedarf älter Mitbürger an präventiver Gesundheitserhaltung durch Wassergymnastik in den vergangenen Jahren „völlig außer Acht“ gelassen habe. Sie bringen den „dringenden Wunsch“ zum Ausdruck, für ihren Verein im Roxeler Hallenbad mehr Zeit und mehr Raum zu bekommen. Darüber hinaus sprechen sich die Reha-Sportler dafür aus, das städtische Bad an der Tilbecker Straße möglichst bald um ein „ausreichend großes Warmwasserbecken“ zu erweitern.

In den 70er-Jahren sei mit eindrucksvoller Unterstützung einer bürgerschaftlichen Interessengemeinschaft der Bau des Roxeler Hallenbads realisiert worden. Doch mit der Erweiterung Roxels und der Zunahme seiner Bevölkerung sei es immer stärker für Schulen und Vereine in Beschlag genommen worden. Damit einhergehend sei es den älteren Bürgern, die sich damals für den Bau des Bads engagiert hätten, immer mehr entzogen worden, heißt es in der Bürgeranregung der Reha-Sportgemeinschaft. Aktuell müsse man sich an nur einem Tag in der Woche das Hallenbad mit weiteren Vereinen teilen, sodass die Wassergymnastik nur noch mit 15 Personen möglich sei.

Bis April 2015 nutzten die Reha-Sportler notgedrungen die Möglichkeit, mit rund 80 Personen zwei Mal pro Woche in Charterbussen nach Werne zu fahren, wo Solewasser-Gymnastik angeboten wurde. Doch aufgrund längerer Renovierungs- und Ausbaumaßnahmen in Werne sei dies für längere Zeit nicht mehr möglich. Und da es keinen adäquaten Ersatz gebe, habe man rund 60 Mitglieder verloren, heißt es in der Bürgeranregung weiter.

Vor diesem Hintergrund fordern die Reha-Sportler die Stadt auf, „den Bedarf älterer Bürger an Wassergymnastik als dringend notwendige Gesundheitsvorsorge“ nicht länger zu ignorieren: „Wir sind der Meinung, dass die Stadt Münster die Interessen einer immer älter werdenden Gesellschaft und von Bürgern, die sich durch ein langes berufliches Leben für die Kommune verdient gemacht haben, wieder stärker in den Fokus rücken muss.“ Es werden „mehr Platz und Zeiteinheiten“ im Roxeler Bad gefordert.

Ob dem Wunsch entsprochen werden kann, vermochte Michael Willnath am gestrigen Mittwoch noch nicht zu sagen: „Wir werden die Anregung prüfen“, verspricht der Verwaltungsleiter des städtischen Sportamts. Die Roxeler Reha-Sportgemeinschaft werde in nächster Zeit eine schriftliche Stellungnahme der Stadtverwaltung zu ihrer Bürgeranregung erhalten.

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