Mi., 19.10.2016

Roxels Zentrum im Wandel der Jahrzehnte Alten Charme bewahrt

So sah Roxel im Jahr 1990 aus: Wer sich im Herzen des münsterischen Ortsteils auskennt, dem fällt schnell auf, dass sich an dessen beschaulichem Erscheinungsbild zur Freude vieler Roxeler nicht allzu viel geändert hat.

So sah Roxel im Jahr 1990 aus: Wer sich im Herzen des münsterischen Ortsteils auskennt, dem fällt schnell auf, dass sich an dessen beschaulichem Erscheinungsbild zur Freude vieler Roxeler nicht allzu viel geändert hat. Foto: roxelbilder.de

Münster-Roxel - 

Ein eindrucksvolles Foto, das sich im Besitz des Internetforums „roxelbilder.de“ befindet, zeigt, wie Roxel im Jahr 1990 aussah. Es beweist, dass der Orts viel von seinem damaligen Charme bewahrt hat.

Von Thomas Schubert

„Diese Aufnahme ist uns von einem Privatmann zur Verfügung gestellt worden“, sagt Dr. Paul Ottmann vom Team des gemeinnützigen Internetforums „roxelbilder.de“. Bei besagtem Foto handelt es sich um eine Luftaufnahme, die ein Roxeler aus einem Kleinflugzeug heraus schoss. Der eindrucksvolle Schnappschuss zeigt, wie sich das Roxeler Zentrum vor rund einem Vierteljahrhundert darstellte. Und dass es viel von seinem damaligen Charme behalten hat.

Das gestochen scharfe Foto, das den Ortskern des münsterischen Stadtteils aus luftiger Höhe abbildet, soll im Jahr 1990 entstanden sein. An diese Zeit kann sich Dieter Pferdekamp, lange Jahre in der Lokalpolitik aktiv und ebenfalls Mitstreiter des Internetforums, noch gut erinnern.

Auf dem Foto seien oben links die mehrgeschossigen Häuser an der Könemann­straße zu sehen, sagt Pferdekamp. Diese seien Bestandteil des einstigen Bebauungsplans „ROX 7 (Mitte)“ gewesen: „Diese Bebauungsform sollte bis unmittelbar an den Rand des Kirchplatzes mit bis zu siebengeschossigen Häusern in dieser Architektur fortgesetzt werden – die Kirche wäre mit dieser Form der Bebauung zugebaut worden.“ Der einstmals verantwortliche Kreisplaner habe diese Form der städtebaulichen Entwicklung „Urbanität durch Verdichtung“ genannt.

Dass im Herzen Roxels etliche weitere mehrgeschossige Wohngebäude gebaut werden sollten, hatte laut Pferdekamp mit der nordrhein-westfälischen Kommunalreform zu tun. „Das war nichts anderes als der Versuch, kurzfristig viele Menschen als Einwohner für Roxel zu gewinnen, um kommunalpolitisch selbstständig zu bleiben und dadurch der Eingemeindung nach Münster zu entgehen“, weiß der ehemalige Kommunalpolitiker. Glücklicherweise sei dieses Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

Dank großer Anstrengungen und intensiver Diskussionen im Ort, aber auch dank eines damals sehr aktiven Bürgerarbeitskreises sei erreicht worden, dass das Roxeler Ortszentrum auch heute noch in weiten Teilen so aussehe, wie es sich vor einem Vierteljahrhundert präsentiert habe, freut sich Dieter Pferdekamp. „Alles andere wäre für Roxel eine Katastrophe gewesen.“

Der Blick auf das alte Luftbild, das „roxelbilder.de“ zum Foto des Monats Oktober gekürt hat, zeigt, dass Roxels Ortskern rund um den Pantaleonplatz viel von seinem alten Gesicht bewahrt hat. Bei der Bebauung wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehr oder minder Augenmaß bewahrt. Nicht allzu viel ist hinzugekommen. Das Zentrum blieb vor größeren Bausünden bewahrt. Allerdings waren anno 1990 die Seniorenwohnungen an der Schulte-Hermann-Straße mit dem K+K-Markt noch nicht gebaut. Dort befand sich eine Grünfläche. Ebenfalls mit Grün bestückt war das Areal an der Wulfertstraße, auf dem sich heute das Gebäude mit der Netto-Filiale befindet.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4380396?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F