Mi., 16.08.2017

Einmal einen Marathon laufen Zwei Roxeler – ein großes Ziel

Ambitioniertes Duo: Unter der Regie von LSF-Kursusleiter Dirk Keggenhoff (r.) bereiten sich Petra Hendricks und Michael Kösters auf den Münster-Marathon vor. Am 10. September können die beiden Roxeler dann zeigen, was sie bei ihrem Debüt so drauf haben.

Ambitioniertes Duo: Unter der Regie von LSF-Kursusleiter Dirk Keggenhoff (r.) bereiten sich Petra Hendricks und Michael Kösters auf den Münster-Marathon vor. Am 10. September können die beiden Roxeler dann zeigen, was sie bei ihrem Debüt so drauf haben. Foto: sch

Münster-Roxel - 

Petra Hendricks und Michael Kösters haben sich für den 10. September etwas ganz Besonderes vorgenommen: Beide möchten erstmals in ihrem Leben einen Marathon finishen.

Von Thomas Schubert

Läuft alles nach Plan, dann wird der 10. September für Petra Hendricks (47) und Michael Kösters (49) zu einem großen Tag: Die beiden Roxeler gehen beim Münster-Marathon an den Start und wollen erstmals in ihrer Läuferkarriere die 42,195 Kilometer lange Strecke bewältigen. Den Marathon, „die Königsdisziplin für Langstreckenläufer“, zu bewältigen, sei für sie ein Traum, gesteht Petra Hendricks.

Dem Duo aus Roxel – beide sind verheiratet und haben jeweils zwei Kinder – ist gemein, dass sie sich unter der Regie von Trainer Dirk Keggenhoff seit April in einem Kursus der münsterischen Laufsportfreunde (LSF) aufs angepeilte Marathon-Finishen vorbereiten. Dreimal pro Woche wird in einer 35-köpfigen Gruppe ausgiebig trainiert. Sonntags stehen lange Läufe auf dem Programm: „Das kann dann schon mal dreieinhalb bis vier Stunden dauern“, sagt Petra Hendricks.

Die Lehrerin, die an der Realschule im Kreuzviertel Deutsch und Englisch unterrichtet und seit rund neun Jahren in Münster wohnt, kam 1999 zum Nordic Walking und einige Zeit später auch zum Laufsport. „Ich laufe total gerne“, sagt sie. In wenigen Wochen dürfte sie die erste im aktuellen Realschulkollegium sein, die einen Marathon gefinisht hat. Halbmarathons hat sie bereits bestritten, sich in der Vergangenheit aber wiederholt mit Verletzungen rumgeplagt. Diesmal läuft alles rund. Gleich vier halbe Marathons ist sie in diesem Jahr schon gelaufen. Ihr Ziel am 10. September: „Durchkommen und dabei unter fünf Stunden bleiben.“ Dann könne sie stolz auf sich sein, sagt die Roxelerin.

Michael Kösters hat sich ebenfalls vorgenommen, unter der Fünf-Stunden-Marke zu bleiben. Der Elektro-Ingenieur, der schon immer gerne Sport trieb, sich auch im Fußball und Volleyball betätigte, zählt den Laufsport seit zehn Jahren zu seinen Hobbys. Auch er kann ein Lied von ärgerlichen Verletzungen singen: Im Mai 2014 nahm er erfolgreich am „BIG 25 Berlin“, dem großen 25-Kilometerlauf durch die Bundeshauptstadt, teil. Nicht zuletzt dadurch motiviert, ging er einige Monate später beim Münster-Marathon an den Start, doch eine Verletzung, die sich später als langwierig entpuppte, vermasselte ihm die Tour. Gezwungenermaßen musste der Roxeler das Rennen aufgeben.

„Bevor ich 50 werde, will ich einen Marathon finishen“, bringt Michael Kösters sein aktuelles läuferisches Anliegen auf den Punkt. Am Arbeitsplatz habe ein weniger sportaffiner Kollege seine Marathon-Ambitionen mit den Worten „Der muss sich wohl noch einmal beweisen“ kommentiert, sagt er schmunzelnd.

Die beiden Roxeler Marathon-Debütanten freuen sich darüber, dass ihre Angehörigen ihnen beim zeitaufwendigen Training den notwendigen Rückhalt geben. „Die Familie muss viel Rücksicht nehmen“, sagt Petra Hendricks. Sich in einem Kursus unter fachkundiger Leitung mit etlichen anderen gezielt auf das angepeilte große Ereignis vorzubereiten, sie einfach toll: „Die Stimmung untereinander ist bombig. Das trägt uns durch gemeinsam gelaufene Zeit.“ An Motivation mangele es deshalb nicht. Es sei wichtig, strukturiert und nach Plan zu trainieren. „Schon allein, um Verletzungen vorzubeugen“, meint Petra Hendricks.

Auch wenn das gesteckte Ziel erst noch erreicht werden muss – insgeheim liebäugeln Petra Hendricks und Michael Kösters schon jetzt damit, bei weiteren Marathons mitzumachen. Die Roxelerin hat Anfang April 2018 ein Zimmer in Paris gebucht. Kenner der Szene wissen: Auch in der französischen Hauptstadt wird dann Marathon gelaufen . . .

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