„Roxeler Funken“
Ein Faible für den Karneval

Münster-Roxel -

Aus elf Mitgliedern im Alter von 16 bis 32 Jahren besteht die Tanzgruppe „Roxeler Funken“. Mit ihren rasanten Darbietungen auf dem Parkett sorgen die Tänzerinnen und Tänzer in der närrischen Session vielerorts für allerbeste Stimmung.

Montag, 11.12.2017, 19:12 Uhr

Strahlende Gesichter: Trainer Karl-Heinz Kemmann und das Maskottchen Funky, ein kleiner Teddy, sind mit den Roxeler Funken zufrieden. Das Tanzensemble rüstet sich für die närrische Session.
Strahlende Gesichter: Trainer Karl-Heinz Kemmann und das Maskottchen Funky, ein kleiner Teddy, sind mit den Roxeler Funken zufrieden. Das Tanzensemble rüstet sich für die närrische Session. Foto: ann

Das Albachtener Schützenfest ist für die Tanzgruppe „Roxeler Funken“ ein besonderer Termin. Da wird getanzt und dann ordentlich gefeiert – danach ist Schluss mit lustig. Aber das stimmt natürlich nicht so ganz. Lustig sind die „Funken“ dann immer noch, nur ein wenig pflichtbewusster. Nach diesem Termin ist nämlich Training angesagt: Die „Roxeler Funken“ bereiten sich auf ihre Karnevalsauftritte vor.

Lange bevor die Session beginnt, proben sie bereits: immer sonntags von 17 bis 19 Uhr in der Turnhalle der Mariengrundschule. Nina Diemon denkt sich die Choreographie aus. Ein altes, geerbtes Figurenbuch hat sie dafür, aber sie greift auch Anregungen aus dem Internet-Videoportal Youtube auf und lässt sich vom Rock‘n‘Roll inspirieren – gute Ideen sind immer willkommen.

Karnevalsbegeisterung wurde Nina in die Wiege gelegt. „Mein Papa hat auch schon bei den Funken getanzt“, erzählt sie. „Erst war ich noch zu jung, aber als ich auch mitmachen wollte, mussten die Roxeler Funken aufgrund von Nachwuchsmangel eine Zwangspause einlegen.“ Dann raffte sich ihr Vater noch einmal auf, wie sie sagt, und trommelte 2008 eine Mannschaft mit zwölf Paaren zusammen. Der Auftritt war ein voller Erfolg.

Beim Sommerschützenfest fehlte dann eine Tänzerin: Glück für Nina, denn sie durfte einspringen. Da war das Tanzfeuer bei ihr entfacht, und sie beschloss mit der Albachtenerin Jessica Thiedig die „Funken“ wiederzubeleben. Als Trainerin und Trainer konnten Ute Huesmann und Karl-Heinz Kemmann gewonnen werden, die als ehemalige Tänzer das Metier genauestens kennen. Sie achten auf die richtige Technik und zeigen, „wo man eine Frau anpacken muss, damit sie spurt“ lacht einer der Tänzer, und er meint es nicht machohaft, sondern locker-sportlich.

Die „Roxeler Funken“ haben heute elf Mitglieder zwischen 16 und 32 Jahren. Ihre schönen rot-weißen Kostüme mit schwingenden Röcken, bestickten Westen und Dreispitz-Hüten sind echte Hingucker. Genäht wurden sie von Irmgard Holstiege aus Albachten, deren Enkelin mittanzt.

Die Auftrittsliste der „Funken“ ist lang: Start ist beim Winterschützenball der St.-Pantaleon-Bruderschaft, anschließend stehen Karnevalsveranstaltungen in Roxel, Nienberge, Mecklenbeck, Gievenbeck und Hohenholte an, und auf dem Karnevalswagen der Landjugend sind die „Funken“ natürlich auch vertreten. „Nach der Session haben wir echt eine klasse Kondition“, versichert Nina.

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