„Medieval Combat”: Qualifikation für die WM
Kampf mit Schwert und Rüstung

Münster-Roxel -

Männer und auch so manche Frau in Vollplattenrüstung, ganz gleich den ritterlichen Vorbildern, maßen sich im Schwertkampf. Grund für das Spektakel der besonderen Art war das Qualifikationsturnier der Eisenliga für die Weltmeisterschaft gleich zweier internationaler Verbände.

Montag, 05.02.2018, 01:02 Uhr

Nach mittelalterlichem Vorbild ging es in der Paintball-Halle in Roxel zu: Denn die Eisenliga hatte zum Qualifikationsturnier im „Medieval Combat“ eingeladen, dem Kampf mit Schwert und Rüstung.
Nach mittelalterlichem Vorbild ging es in der Paintball-Halle in Roxel zu: Denn die Eisenliga hatte zum Qualifikationsturnier im „Medieval Combat“ eingeladen, dem Kampf mit Schwert und Rüstung. Foto: cro

Schwer prallen die Klingen aufeinander. Ein lautes Krachen, es folgt das dumpfe Dröhnen von Holz, das aufeinanderschlägt. Eindeutig ein Kampf: Das ist schon vor der Paintball-Halle an der Otto-Hahn-Straße zu erkennen. Aber dass sich mittelalterlich gekleidete Kämpfer gegenüberstehen, das kann niemand erahnen. Doch genau das gab es am Wochenende in Roxel zu sehen.

Männer und auch so manche Frau in Vollplattenrüstung, ganz gleich den ritterlichen Vorbildern, maßen sich im Schwertkampf. Grund für das Spektakel der besonderen Art war das Qualifikationsturnier der Eisenliga für die Weltmeisterschaft gleich zweier internationaler Verbände. Kein Wunder also, dass auf dem Parkplatz vor der Halle Kennzeichen aus der ganzen Bundesrepublik zu sehen waren.

„Medieval Combat”: Qualifikation für die WM

1/13
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig
  • Foto: Claus Röttig

Doch wer nun denkt, dass bei den Turnieren wie im Mittelalter so mancher Verletzungen davonträgt, der liegt weit daneben. Denn laut Pressesprecher Jonas Freese kommt es bei dem „Medieval Combat”, also dem Kämpfen in Vollrüstung, zu weniger Verletzungen als bei einem Fußballmatch.

Doch in der Halle ging es ordentlich zur Sache: Mit Schwertern wurde auf Kopf, Körper und Oberschenkel geschlagen. „Man kann unseren Sport als modernen Kampfsport bezeichnen – natürlich in mittelalterlicher Optik”, so Freese. Und wie bei jedem anderen Sport gebe es auch Regeln. „Wir hauen nicht einfach drauf los, sondern es geht um Taktik, Abwehren und Angriff. Das Ganze wird natürlich von Schiedsrichtern überwacht.”

Teamausscheidungen & Sparring

Am ersten Tag standen erst einmal die Teamausscheidungen an: Denn je zwei Gruppen mit je fünf Mann traten gegeneinander an. „Es ist ein unglaubliches Teamgefühl, was bei so etwas entsteht”, erklärte Freese. Man passe aufeinander auf, versuche sich gegenseitig vor der gegnerischen Mannschaft zu schützen, und man freue sich auch am Ende gemeinsam.

Zum Thema

Deutsche Eisenliga:  Kämpfe wie im Mittelalter

...

Am zweiten Tag ging es ins Sparring, in die Duelle. Gekämpft wird bei „Medieval Combat“ zwar mit Schwert und Lanze, doch bei genauerem Hinsehen handelt es sich nicht um echte Waffen. „Rüstungen sind zwar aus echtem Metall und auch wirklich gehärtet, um als Schutzausrüstung zu fungieren, aber die Schwerter sind weder scharf noch spitz”, so der Pressesprecher, der auch selber in den Ring geht. Doch die rund 20 bis 30 Kilo Rüstung seien zwingend nötig. „Sonst tut es weh.“

In der Zwischenzeit waren die Entscheidungen im Bereich Schwert mit Buckler, einem kleinen Rundschild, gefallen. Keno Töpfer hatte seinen Gegner besiegt und sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert. „Wir haben uns viel selbst beigebracht, aber mittlerweile gibt es fast überall Vereine”, erklärte der Bremer. Auch wenn Treffer bei dem Kämpfen auch nicht ausgeblieben sind, so war auch die Begeisterung spürbar.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5485584?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F
Kanzlerin beruft Karliczek und Spahn
Zwei Minister aus dem Münsterland: Kanzlerin beruft Karliczek und Spahn
Nachrichten-Ticker