Festkommers mit Prominenz

So., 05.02.2012

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KIG Sprakel-Sandrup-Coerde schaut auf 50 Jahre Karneval zurück

Münster-Sprakel - 

Die Würste, die den ersten Rosenmontagszug in Sprakel vor 50 Jahren ins Rollen brachten, kamen beim Festkommers der Karneval-Interessen-Gemeinschaft (KIG) Sprakel-Sandrup-Coerde zum 50-jährigen Bestehen erneut groß raus. 1962 waren es die gestohlenen und kurz darauf urplötzlich wieder aufgetauchten Würstchen aus der Fleischerei Meyer, die Ideengeber für den ersten Karnevalswagen waren.


Kein Redner wollte auf diese Anekdote verzichten. „Ja, wer hätte das geglaubt, dass einer, der die Wurst Euch raubt, begründet Euren Karneval. Das gibt’s weltweit kein zweites Mal“, reimte Oberbürgermeister Markus Lewe. Einzigartig dürfte dann auch gewesen sein, dass Prinz Frank I. diesmal nicht nur Orden verteilte, sondern jedem Ausgezeichneten auch eine Wurst mitgab – ebenfalls von der Fleischerei Meyer. Und die brachte keiner zurück. Zum Jubiläum machte außerdem der Spielmannszug der Stadtwache der KIG seine Aufwartung. Mit Tanzoffizier und Tanzlore begeisterten sie das Publikum und auch den Sprakeler Regenten. Prinz Frank durfte mit dem Stab des Tambourmajors die Musiker dirigieren. Die Moderatoren Heinz-Günter Mertens, Christiane Rensinghoff und Heiner Vogt ließen die Geschichte der KIG, ihrer Prinzen und die der zahlreichen Wagenbaugruppen Revue passieren. Zwischendurch gab es Tanz- und Gesangsdarbietungen von verschiedenen Aktiven der KIG. Eine besondere Auszeichnung hatte Bernhard Averhoff, Schatzmeister des Bunds Westfälischer Karneval (BWK), für den ersten Prinzen der KIG, Willy Windau, mitgebracht: den Verdienstorden des BWK in Gold. Windau konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an dem Festkommers teilnehmen, stellvertretend nahm seine Frau Irmgard den Orden entgegen. Averhoff überreichte der KIG eine Fahnenschleife zum Jubiläum, die an der Vereinsstandarte befestigt wird. Zu den Gratulanten gehörte Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink, dessen Vater Alfons 1971 KIG-Prinz war. Schon deshalb sei er den Narren in Sprakel besonders verbunden. Rolf Jungenblut vom Bürgerausschuss münsterischer Karneval wünschte den Gästen, „dass das Leuchten und Strahlen der KIG nicht verblasst“. Stadtprinz Marcus war ebenfalls gekommen, „um mit Prinz Frank den Saal zu rocken“. Die beiden Regenten sangen aus voller Kehle und sorgten für Hochstimmung bei den Gästen. Gleich darauf konnte die KIG mit dem Jugendprinzenpaar die nächsten gekrönten Häupter begrüßen. Mit dem Lied „Einmal Prinz zu sein“, ging die Veranstaltung im Festzelt nahtlos in eine große Party über.   | 8. Lokalseite Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf www.wn.de

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