Do., 11.02.2016

Betonmischer rutscht in Graben Geeignet für Schwerlastverkehr?

32 Tonnen wog der Betonmischer mit Ladung, der am Donnerstag in Höhe der Straße Am Knapp in den Graben rutschte.

32 Tonnen wog der Betonmischer mit Ladung, der am Donnerstag in Höhe der Straße Am Knapp in den Graben rutschte. Foto: kaj

Münster-Sprakel - 

Ein Betonmischer rutscht in den Graben der Straße am Max-Klemens-Kanal. Schon im November landete ein Viehtransporter mit 300 Ferkeln auf dieser Straße im Graben.

Von Katrin Jünemann

Aus bislang ungeklärter Ursache, so die Polizei, kam am Donnerstagmorgen kurz nach 10 Uhr ein Betonmischer stadtauswärts auf dem Max-Klemens-Kanal von der Straße ab, durchbrach die Leitplanken und rutschte in den Graben. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Die Straße war für die Bergung des mit Ladung 32 Tonnen schweren Fahrzeugs bis in die Nachmittagsstunden gesperrt.

Bereits am 25. November war ein Viehtransporter mit 300 Ferkeln auf dem Max-Klemens-Kanal von der Straße abgegekommen und in den Graben gerutscht.

Mit Blick auf diese beiden Lkw-Unfälle innerhalb von drei Monaten stellt sich für Anlieger Matthias Bölling die Frage nach der Sicherheit auf der Straße. „Ein komplexes Thema“, unterstreicht der Sprakeler, der in Höhe der aktuellen Unfallstelle sein Immobilienbüro hat.

Bölling führt mehrere Aspekte an, die in diesem Kontext zu berücksichtigen sind. Der Max-Klemens-Kanal ist im unteren Bereich Wasserschutzgebiet, und er ist als Bodendenkmal ausgewiesen. Insofern sei zu fragen, ob Lkw-Verkehr über diese Straße laufen sollte.

Da bereits zum zweiten Mal ein Lkw in das Bodendenkmal abrutschte, stelle sich auch die Frage nach der ausreichenden Befestigung der Seitenstreifen. Die Leitplanken, so sein Eindruck, hätten wohl eher eine optische Funktion.

Vor dem Hintergrund, dass der Bereich Max-Klemens-Kanal zu den potenziellen Standorten einer neuen Justizvollzugsanstalt gehöre, müsse berücksichtigt werden, dass mit einer JVA immer auch Lkw- und Busverkehr verbunden sei. „Ich bezweifle“, sagt Matthias Bölling, „dass der Max-Klemens-Kanal für den Schwerlastverkehr ausreichend dimensioniert ist.“ Dazu zählten im übrigen nicht nur Lkw, sondern auch landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Hinzu kommt das Thema Sicherheit. Seit Jahren machen sich Anwohner dafür stark, den Radweg am Max-Klemens-Kanal zu verbreitern. Denn an manchen Stellen ist er so schmal, dass Radfahrer beim Begegnungsverkehr oft auf die Straße ausweichen.

Auf diese gefährliche Situation hatten Anwohner und die CDU erst im März vorigen Jahres hingewiesen. Matthias Bölling hatte in seiner Funktion als CDU-Bezirksvertreter eine Lösung für den prekären Bereich stadtauswärts vor der Zufahrt zum Heimathof vorgeschlagen: Die Stadt könne dort in der Innenkurve auf ein städtisches Grundstück zugreifen, die Straße um mindestens 50 Zentimeter verlegen, um dann auf der gegenüberliegenden Seite den Radweg entsprechend zu verbreitern. Diese Forderung sei bislang immer noch nicht umgesetzt. Ein sicherer Radweg entlang des Max-Klemens-Kanals bleibt nach wie vor ein großes Thema.

 

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