Computerhilfe für Senioren im Sprakeler Marienheim
Enkeln ein Schnippchen schlagen

Münster-Sprakel -

Wenn es um E-Mails, PDF-Dokumente oder die Bearbeitung von Bildern am Computer geht, stehen viele Rentner erst einmal ratlos da. Doch auch wer den Umgang mit Computer und Handy nicht von Kleinauf gelernt hat, kann einfach und unkompliziert lernen, technische Geräte zu verstehen und effektiv zu nutzen. Das zeigt das neue Computerhilfe-Angebot in Sprakel.

Dienstag, 03.04.2018, 21:04 Uhr

Regelmäßig treffen sich die Teilnehmer der Computerhilfe im Marienheim. Dort gibt EDV-Experte Franz-Josef Tetenborg (2.v.r.) Tipps.
Regelmäßig treffen sich die Teilnehmer der Computerhilfe im Marienheim. Dort gibt EDV-Experte Franz-Josef Tetenborg (2.v.r.) Tipps. Foto: sn

Mehrere Laptops stehen auf dem Tisch, davor sitzen Senioren, die sich angeregt unterhalten. Seit Februar dieses Jahres gibt es die „Computerhilfe“ für ältere Menschen im Sprakeler Marienheim, organisiert von der Männerrunde der Gruppe „Gemeinsam nicht einsam“ auf Initiative von Konrad Vierhaus.

Im Mittelpunkt der Computerhilfe steht Franz-Josef Tetenborg – er kennt sich aus, hat er doch früher in der EDV-Abteilung eines Unternehmens gearbeitet.

„Wie oft haben Sie Probleme mit dem Computer?“, fragt Konrad Vierhaus schon mal denjenigen, der neu zur Runde dazustößt. Die Antwort fällt oft eindeutig aus. Sehr oft nämlich. Genau das war der Beweggrund, die Computerhilfe für Senioren ins Leben zu rufen. Teilnehmer sind Mitglieder der Männerrunde, die sich regelmäßig im Marienheim treffen. Aber auch Frauen sind willkommen und inzwischen regelmäßige Gäste.

„Das ist besser als ein Lehrgang“, meint etwa Sigrid Rassa. Vielleicht liegt es daran, dass auf Gemeinsamkeit viel Wert gelegt wird. „Das soll keine Frontalveranstaltung sein“, sagt Tetenborg. Jeder habe Teilwissen, gemeinsam werde dann das Problem besprochen und gelöst. Die Senioren helfen sich untereinander. „Die Kinder sind im Beruf, und die Enkel machen alles so schnell, dass man nicht mehr mitkommt“, so Konrad Vierhaus.

Welche Probleme gibt es? Das fange schon damit an, wie man eine Datei erstelle und wie man sie wiederfinde, erläutert Tetenborg. Viele fanden es hilfreich zu erfahren, wie PDF-Dateien erstellt und an eine E-Mail angehängt werden. Auch die Bildbearbeitung sei ein Thema für die Computerhilfe, meint der Experte. Ebenso wie der Umgang mit dem Handy.

Nicht alle Senioren sind computeraffin. Ein Drittel habe gar keinen, meinen Vierhaus und Tetenborg. Die könne man auch nicht mehr dafür gewinnen. In der Runde, die sich im Marienheim trifft, hat aber jeder einen Internetzugang und eine E-Mail-Adresse. Nur eigene Internetseiten sind eine Seltenheit. In Sprakel, so beklagen die Teilnehmer, sei das Internet sehr langsam. Die rühmliche Ausnahme ist Vierhaus: „Ich habe Glasfaserkabel.“

Der normale Umgang mit dem Computer stehe im Vordergrund, nicht wie bei jungen Menschen das Spielen, sagt Tetenborg. Und so gibt es auch kein Wettrennen zwischen den Generationen, wer am Ende mehr Computerkenntnisse hat. Werden die Senioren bald mehr können als ihre Enkel? „Niemals“, meint Tetenborg, „denn die lernen ja auch dazu“.

Wer auch von der Computerhilfe profitieren möchte, erhält weitere Informationen bei Vierhaus ( ✆ 21 66 67). Die Treffen finden 14-tägig immer mittwochs von 10.30 bis zwölf Uhr im Marienheim statt.

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