Sa., 13.02.2016

Unterricht in Flüchtlingsheimen Schulung mit Lernsoftware

Gemeinsam mit Ehrenamtlichen bereitet Lätitia Maurath (r.) einen Deutschkurs für Flüchtlingskinder vor.

Gemeinsam mit Ehrenamtlichen bereitet Lätitia Maurath (r.) einen Deutschkurs für Flüchtlingskinder vor. Foto: Julius Schwerdt/Caritas

Münster-Wolbeck - 

Ehrenamtskoordinatoren der Caritas unterstützen Flüchtlingshelfer.

Einige ausgemusterte Schultische, eine direkt mit der Wand verschraubte Tafel und zwei Computer. Viel steht nicht in dem Unterrichtsraum der Wolbecker Flüchtlingsunterkunft am Tönskamp. Mehr würde aber auch nicht reinpassen. An einem Tisch lauschen drei zukünftige ehrenamtliche Deutschlehrerinnen Lätitia Maurath. Sie sollen bald Flüchtlingskinder unterrichten.

Maurath ist eine von insgesamt 31 Koordinatorinnen und Koordinatoren, die derzeit im Bistum Münster ihre Arbeit aufnehmen. Überwiegend werden die Stellen vom Diözesancaritasverband und aus Mitteln des Bistums Münster finanziert, heißt es in der Mitteilung der Caritas.

„Ich bin so eine Art Zwischenstelle“, sagt Lätitia Maurath, die für den Caritasverband in Münster arbeitet und dort schwerpunktmäßig für die Ortsteile Nienberge, Wolbeck und Amelsbüren zuständig ist. Dort entlastet sie die Sozialarbeiter und unterstützt die Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit. „Ich organisiere Fortbildungen für unsere Helfer im ganzen Münsteraner Stadtgebiet und wirke an der Entwicklung neuer Projektideen mit.“ Außerdem hilft Maurath den vielen Initiativen für Flüchtlinge in und um Münster, sich miteinander zu vernetzen.

Das sei eines der wichtigsten Ziele der Koordinatoren. „Der Wille, sich zu engagieren, ist bei vielen Ehrenamtlichen ungebrochen“, erklärt Helmut Flötotto, Leiter des Referates Soziale Arbeit beim Caritasverband.

Um aber das Engagement in gute Bahnen zu lenken, brauche es Koordinatoren, die einen weiteren Blick mitbringen. „Manchmal wissen potenzielle Ehrenamtliche gar nicht, dass das richtige Projekt für sie nur ein paar Straßen oder Orte weiter bereits existiert. „Die Koordinatoren schon“, sagt Helmut Flötotto.

Deshalb gehört für Lätitia Maurath auch die Teilnahme an vielen Sitzungen zum Arbeitsalltag. „Das findet dann häufig abends statt, wenn die meisten Ehrenamtlichen Zeit haben“, gibt sie einen Einblick in ihr zeitliches Pensum. Hinzu kommen Projekte wie der Deutschunterricht in der Wolbecker Unterkunft. „Bevor so etwas losgehen kann muss einiges organisiert werden“, weiß Maurath. Im konkreten Fall bedeutete dies, dass die angehenden Ehrenamtlichen zunächst im Umgang mit einer Lernsoftware geschult werden mussten.

Außerdem muss die Belegung des Raumes organisiert werden. Nur an einem wird es nicht scheitern: „Kinder sind genügend da“, sagt Maurath mit einem Lächeln. Nächste Woche kann es mit dem Unterricht losgehen.

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