Sa., 19.03.2016

Brot und Salz zum Einstand Willkommensfest am Tönskamp

Willkommensfest am Tönskamp: „Die Nachbarn sind sehr nett zu uns“, sagte ein syrischer Flüchtling.

Willkommensfest am Tönskamp: „Die Nachbarn sind sehr nett zu uns“, sagte ein syrischer Flüchtling. Foto: jkk

Münster-Wolbeck - 

Am Tönskamp kamen die Bewohner, Nachbarn und ehrenamtliche Mitarbeiter der neuen Flüchtlingsunterkunft zusammen, um gemeinsam ein Willkommensfest zu feiern.

Von Judith Kerstgens

Strahlender Sonnenschein, gutes Essen und spielende Kinder – von einem so friedlichen und glücklichen Nachmittag konnten die 14 Familien in der Wolbecker Flüchtlingsunterkunft am Tönskamp vor ihrer Ankunft in Deutschland nur träumen. Am Donnerstag kamen Bewohner, Nachbarn und ehrenamtliche Mitarbeiter zusammen, um gemeinsam ein Willkommensfest zu feiern. Kurt Pölling von der Flüchtlingshilfe Südost überreichte jeder Familie ein traditionelles Geschenk zum Beginn einer guten Nachbarschaft: Brot und Salz – Symbole für Leben, Glück und Freundschaft.

„Die Nachbarschaft hat die Familien von Anfang an begleitet, die Stimmung in Süd-Ost ist insgesamt positiv“, so Mitorganisator Kurt Pölling. Er hieß die Bewohner der im Dezember bezogenen Unterkunft nun noch einmal offiziell herzlich Willkommen. Die Begrüßung wurde von der ehrenamtlichen Betreuerin Maria Elia übersetzt, die selbst vor 26 Jahren von Syrien nach Wolbeck kam. Sie steht den Flüchtlingen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite: „Für mich ist das hier alles meine Familie. Ich bete Tag und Nacht dafür, dass Gott den Krieg in meiner Heimat beendet“, sagte sie.

Seit Dezember sind die Abläufe für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen routinierter geworden. Kathrin Pälmke und Christina Quaing vom Caritasverband sind für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig und beschreiben den Alltag in der Unterkunft: „Hier ist mittlerweile alles entspannter. Die Kinder gehen zur Grundschule oder warten auf einen Kindergartenplatz. Nur mit den weiterführenden Schulen ist die Situation noch schwierig, mit der Arbeit an den Berufsperspektiven beginnen wir aber schon bald“, so Quaing.

In der Unterkunft leben Familien aus Syrien, dem Irak, Ägypten, Aserbaidschan und Tadschikistan unter einem Dach. Verschiedene Religionen treffen hier zusammen: „Ob Jeside, Kurde oder Christ – das ist hier alles gleich“, sagt Dolmetscherin Maria Elia. Seit ihrem Einzug haben sich die Bewohner und Bewohnerinnen schon gut in Wolbeck eingelebt: „Wir sind glücklich in der Einrichtung. Die Nachbarn und die Mitarbeiterinnen sind sehr nett zu uns“, sagte ein syrischer Flüchtling. Die größten Probleme treten noch bei der Integration in die Arbeitswelt auf: „Wir wollen nicht fremd bleiben“, hieß es.

Am riesigen Buffet mit landestypischen Köstlichkeiten war dann Zeit für ein lockeres Gespräch unter Nachbarn. Für die zahlreich erschienenen Anwohner ein voller Erfolg: „Die neuen Nachbarn sind nett und die Kinder spielen oft auf der Straße“, so Familie Zensen.

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