Do., 28.04.2016

Flüchtlingshilfe Münster Südost Weitere Paten gesucht

Berichte aus allen Flüchtlingsunterkünften

Berichte aus allen Flüchtlingsunterkünften Foto: anh

Münster-Wolbeck - 

Die in der Flüchtlingsbetreuung engagierten haupt- und ehrenamtlichen Helfer haben sich zum Informationsaustausch getroffen.  „Fantastisch“ sei das Nachbarschaftsfest am Tönskamp gewesen. . .

Von Andreas Hasenkamp

„Ich bin immer wieder erfreut“, so leitete Ralf Bisselik, einer der Koordinatoren der Flüchtlingshilfe Münster-Südost, am Dienstagabend die Versammlung ein: Der Kreis im Pfarrsaal war mit 37 Teilnehmern erneut beachtlich groß.

Seit Wochen kommen kaum Flüchtlinge nach Münster , so konnten die Sozialarbeiter von Stadt und Caritas für die Standorte Angelsachsenweg und auch Heidestraße kleine freie Kapazitäten melden. Jetzt könne „Liegengebliebenes“ abgearbeitet werden. Einige Menschen seien ausgereist, auch wegen drohender Ausweisung, andere in Mietwohnungen umgezogen. „Wir haben einige Wohnungen angeboten bekommen, was uns sehr freut“, berichtete eine Sozialarbeiterin.

Bei der Unterkunft am Tönskamp mache die Bildungsberatung Fortschritte: „Alle haben Termine“. Von einem „guten Zusammenleben“ war im Pfarrheim die Rede.

Bei Ausweisungen gebe es kein Startkapital mehr: „Abgeschafft – es gibt nur die Tickets.“

„Fantastisch“ sei das Nachbarschaftsfest am Tönskamp gewesen, sagte Kurt Pölling . Es seien „viele Verbindungen entstanden – vor allem mit den Kindern“. Es seien Patenschaften zwischen Familien geschlossen worden, weitere Flüchtlings-Familien „brennen darauf“, sagte eine Sozialarbeiterin.

Verstärkungen suchen zum Beispiel die Gruppen Auszugshilfe und Fahrradwerkstatt. Fortbildungen für Ehrenamtliche bietet die Freiwilligen-Agentur, vom Recht bis zum interreligiösen Dialog. Die Spendenbereitschaft sei „wider Erwarten immer noch sehr hoch“, betonte Bisselik. Abgerechnet wird über die Gemeinde St. Nikolaus Münster.

An den Standorten in Wolbeck wird aktuell am Zugang zum Internet per WLAN gearbeitet; am Tönskamp sind die „Freifunker“ aktiv. Am Angelsachsenweg werde es diesen Internetzugang wegen des großen Aufwands nicht geben – er müsse über Smartphones mit speziellen Verträgen laufen.

Wert legten mehrere Teilnehmer darauf, erst einmal die Flüchtlinge „selbst tun zu lassen, was sie können“ – ob bei der Umzugshilfe oder der Betreuung von Kleinkindern, wenn Freiraum für Mütter gewünscht ist. Der Großteil der Flüchtlinge, so die Beobachtung eines Sozialarbeiters, schöpfe erst die Möglichkeiten der Hilfe unter Flüchtlingen aus.

Nach dem großen Überblick teilten sich die Aktiven in zwei Runden auf: zum Vorbereiten des Nachbarschafts- oder Sommerfestes mit Flüchtlingen am 25. Juni in Wolbeck sowie am 3. September am Angelsachsenweg. Am 12. Mai (Donnerstag) treffen sich Ehrenamtliche zum Stammtisch, das nächste Friedenskaffee in der Friedens-Kirchengemeinde findet am 23. Mai ab 15.30 Uhr statt.

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