Fr., 02.12.2016

Vortrag im Awo-Treff Nie aus den Augen verloren

Von besonderem Wert ist das Plakat von Ruth Leuwerik, das Helga Westphal in den Awo-Treff mitbrachte, weist es doch auf Werkstattgespräche, Ausstellungen und Filmvorführungen hin, die im September 1994 in Münster stattgefunden haben.

Von besonderem Wert ist das Plakat von Ruth Leuwerik, das Helga Westphal in den Awo-Treff mitbrachte, weist es doch auf Werkstattgespräche, Ausstellungen und Filmvorführungen hin, die im September 1994 in Münster stattgefunden haben. Foto: na

Münster-Wolbeck - 

Helga Westhoff sammelt seit 60 Jahren alle Veröffentlichungen über die Schauspielerin Ruth Leuwerik, die sie 1957 in Münster kennengelernt hatte.

Von Martina Schönwälder

„Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug sammeln“, sagt Helga Westphal und meint damit ihre seit 60 Jahren bestehende Leidenschaft, alle Veröffentlichungen über den Filmstar Ruth Leuwerik, die sie finden kann, in dicken Ordern zu archivieren.

Diese Begeisterung der 77-jährigen Münsteranerin kommt nicht von ungefähr, hat ihren Ursprung in einer Begegnung mit der Schauspielerin 1957 in deren Elternhaus in Mauritz. Ihre Begeisterung für den „Star aller Herzen“ wie Helga Westphal die in den 1950-er Jahren äußerst populäre Schauspielerin nennt, war allerdings bereits 1952 geweckt worden, als sie 13 war und Ruth Leuwerik in einem Film sah.

Die Wände ihrer Wohnung hängen voller Plakate, voller Fotos, von denen einige ihr Ruth Leuwerik geschickt habe, erzählt Helga Westphal. Denn der in Münster geknüpfte Kontakt überstand die Jahrzehnte. „Wir haben uns nie aus den Augen verloren“, betont die 77-Jährige. Und sie könne ohne zu übertreiben sagen, dass Ruth Leuwerik ihr Leben begleitet habe. Daran werde sich auch dem Tod der 91 Jahre alt gewordenen Schauspielerin im Januar dieses Jahres nichts ändern.

Sehr gern habe sie deshalb der Anfrage der Wolbecker Awo entsprochen, in deren Themenkreis aus dem Leben von Ruth Leuwerik zu erzählen. Und das tat sie denn gestern, in einem voll besetzten Awo-Treff. Vornehmlich zu Gast war die ältere Generation, von denen sich einige als echte Kenner der Filmwelt der 1950-er Jahre entpuppten. Die Gelegenheit dazu bot ihnen die Referentin, die mehrere Filmausschnitte mitgebracht hatte, so unter anderem von „Rosen im Herbst“, einer Verfilmung von Effi Briest von Theodor Fontane. Wie viel Charme sie versprüht habe, werde in dem Film „Die große Versuchung“ deutlich, bringt Helga Westphal ihre Begeisterung über die Schaupielerin nicht nur an dieser Stelle zum Ausdruck.

Eine Begeisterung, die die 77-Jährige letztendlich über eines der größten Archive über Ruth Leuwerik verfügen lässt.

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