Anbau der Traditions-Gaststätte im Wolbecker Ortskern abgerissen
„Die Sicherheit geht vor!“

Münster-Wolbeck -

„Die Sicherheit geht vor!“, betont Gerald Plenter. Gemeinsam mit seinem Bruder Dietmar ist er Eigentümer der Gaststätte „An de Steenpaorte“, die an prominenter Stelle im Ortskern liegt, nämlich direkt gegenüber vom historischen Drostenhof. Den seitlichen Anbau des Haupthauses hat die Familie Plenter jetzt abgerissen, und viele Wolbecker haben die Arbeiten interessiert verfolgt. „Wir haben in Abstimmung mit der Stadt Münster und dem Denkmalamt gehandelt“, erläutert der Eigentümer auf Nachfrage unserer Zeitung. Er hätte das Gebäude gern gerettet, so Plenter. „Doch das wäre viel zu gefährlich gewesen, da es massiv einsturzgefährdet war“.

Dienstag, 13.03.2018, 00:03 Uhr

An prominenter Stelle, direkt gegenüber dem historischen Drostenhof, wurde der Anbau der Traditions-Gaststätte „An de Steenpaorte“ abgerissen. Das Gebäude war „massiv einsturzgefährdet“, erklärt der Eigentümer.
An prominenter Stelle, direkt gegenüber dem historischen Drostenhof, wurde der Anbau der Traditions-Gaststätte „An de Steenpaorte“ abgerissen. Das Gebäude war „massiv einsturzgefährdet“, erklärt der Eigentümer. Foto: isa

Vor zwei Jahren erwarben die Brüder Plenter die Traditionsgaststätte an der Straße „Am Steintor“. Gleich zu Anfang hatten sie den rückwärtigen Anbau abgerissen, der ebenfalls „stark baufällig gewesen war“. Das Haupthaus und die Stallungen blieben stehen.

„Wir sind selbst Wolbecker“, erläutert Gerald Plenter. Und man habe ein großes Interesse, das Gebäude zu erhalten. Bis heute gewährleisten Pächter den Betrieb der Gaststätte, wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten.

Seit längerem sei der Zustand des ungenutzten seitlichen Anbaus problematisch gewesen, erläutert der Eigentümer. „Es standen schon seit 30 Jahren keine Tiere mehr im Stall“, berichtet er. Während man sich in der Vergangenheit um das Haupthaus gekümmert habe, habe es in die Stallungen hineingeregnet.

„Nur 20 Deckenstützen und eine Verstärkung des Dachstuhls“ hätten dem Gebäude noch Halt gegeben, erklärt Plenter, der gemeinsam mit seinem Bruder Inhaber einer Sanitär- und Dachdeckerfirma und daher selbst vom Fach ist. Bereits vor vier Monaten habe man sich daher um eine Abrissgenehmigung bemüht, die kürzlich „endlich erteilt“ wurde. Plenter: „Während der Sturm Friederike tobte, haben wir ganz schön geschwitzt.“

Nun richtet sich der Blick nach vorn. Zunächst werde der Giebel des Haupthauses geschlossen, um das Dach abzudichten, erläutert der Eigentümer. Außerdem soll ein ansprechender Bauzaun errichtet werden.

Gemeinsam mit den zuständigen Behörden werde dann der Wiederaufbau geplant, wobei die Ortssatzung eine Rolle spielen dürfte. Was das Haupthaus angeht, streben die Plenter-Brüder weiterhin den Fortbestand der Gaststätte an.

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