VfL-Mitgliederversammlung beschließt Beitragserhöhung
Neue Trainer dringend gesucht

Münster-Wolbeck -

Die Ehrenamtlichen des VfL Wolbeck bieten einiges, was nicht jeder Fußballverein im Jahresprogramm hat, so der Vorsitzende Ralf Deipenwisch am Freitagabend. Doch aktuell fehlt es an Trainern.

Sonntag, 15.04.2018, 19:04 Uhr

Einstimmigkeit prägte die Abstimmungen, hier bei der Anpassung der Beiträge für den VfL Wolbeck. Erich Voss wurde als neuer zweiter Vorsitzender gewählt.
Einstimmigkeit prägte die Abstimmungen, hier bei der Anpassung der Beiträge für den VfL Wolbeck. Erich Voss wurde als neuer zweiter Vorsitzender gewählt. Foto: anh

Das Angebot reicht vom „Wolbecker Sommer-Turnier“, das früher „Jugendsportwoche“ hieß, bis zum Winter-Hallenturnier und dem bald anstehenden Spaß-Derby „Dorf-gegen-Heide“.

Einen Jugendobmann hat die Jugendversammlung ausgewählt, die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung in der „Kiepe“ bestätigten ihre Wahl einstimmig: Christian Holtkamp soll es bleiben. Sven Weigelt schied nach etwa sechs bewegten Jahren als zweiter Vorsitzender aus; an seine Stelle trat Erich Voss, zugleich Obmann der Altherren.

606 Mitglieder zählt der Verein, davon sind 227 Erwachsene. Die Beitragsstruktur müsse angepasst werden, betonte Kassierer Thomas Sechelmann in seinem Bericht. Das Konto sei zwar ausgeglichen, aber trotz steigender Mitgliederzahlen sinken die Beiträge. Sie sind aber „die stabilste Einnahme-Quelle“, so Sechelmann, auch wenn das Marketing-Team immer wieder Sponsoren gewinnen kann. „Wir brauchen dringend Sicherheit auf der Beitragsseite“. Nachprüfen will der Vorstand, ob auch alle, die am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen, Mitglied sind und zahlen.

Dazu kommt: „Alles wird teurer“. Und gern möchte der Verein seinen Trainern eine etwas höhere finanzielle Anerkennung zukommen lassen. Wirklich bezahlen könne man deren Leistungen ohnehin nicht, war zu hören. Unter dem Strich: Zum Jahr 2019 soll zum Beispiel der Monatsbeitrag der aktiven Erwachsenen von zehn auf zwölf Euro steigen, der Familienbeitrag steigt um gut zehn Prozent. Die Gründe diskutierte die Versammlung intensiv und bejahte dann einstimmig den Vorschlag des Vorstands. Die letzte Erhöhung hatte 2013 stattgefunden, die nächste soll ähnlich lange warten. Der Vorstand sah sich im Vergleich mit anderen Vereinen im Preis-Leistungs-Verhältnis gut aufgestellt. „Wir sind da wirklich nicht zu teuer“, so Rudi Cadura.

Derzeit laufen intensive Bemühungen, gut qualifizierte Trainer für die vielen Mannschaften zu gewinnen, denn es hat „einen massiven Abgang an Trainern gegeben“. In weiten Bereichen bietet der VfL jede Altersstufe zweizügig an, berichtete Holtkamp. Gern will der Verein erreichen, dass die Trainer länger als nur ein Jahr bleiben und so „etwas aufbauen können“.

Bei den Damen drückt der Schuh. Gern wählte die Versammlung Katrin Burkötter zur Kassenprüferin neben Martin Roer und steigerte so, wie jemandem auffiel, in diesem Bereich die Frauenquote auf 50 Prozent. Sie war allerdings die einzige Dame an diesem Abend, und Spielerinnen fehlen, so wie anderswo in Münster auch, berichtete Stefan Burkötter. Der VfL wird eine Spielgemeinschaft mit Alverskirchen gründen. Das „wird das Modell der Zukunft“.

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