Immense Herausforderung für die Schule
Wahl zwischen zwei Schulprofilen

Münster-Wolbeck -

Die geplante Zweizügigkeit der Nikolaischule bringt auch Vorteile für die Eltern.

Donnerstag, 17.05.2018, 21:05 Uhr

Die geplante Zweizügigkeit ruft bei vielen Eltern, die ihr Kind im Schuljahr 2019/2020 gern in der Nikolaischule anmelden wollen, große Besorgnis hervor.
Die geplante Zweizügigkeit ruft bei vielen Eltern, die ihr Kind im Schuljahr 2019/2020 gern in der Nikolaischule anmelden wollen, große Besorgnis hervor. Foto: na

Seit vier Wochen, seit der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Südost am 24. April, ist es offiziell amtlich: Die Nikolaischule wird in das Schuljahr 2019/2020 mit nur zwei Eingangsklassen starten. Für eine Schule, die in der Vergangenheit größtenteils vierzügig gefahren wurde, sicher unerwartet. Als „unumgänglichen Schritt“ hatte Ludger Watermann vom Schulamt diese Maßnahme bezeichnet, wenn sichergestellt sein soll, dass die neue, noch im Bau befindliche Grundschule in Wolbecks Norden auch tatsächlich die erforderlichen Schülerzahlen für eine Zweizügigkeit erreicht. Die Begründung für diese unerwartete Entwicklung: die erheblichen Verzögerungen in Wolbecks Neubaugebieten.

Wie ist diese Entscheidung von den betroffenen Eltern aufgefasst worden? Welche Möglichkeiten hatten sie, ihre Bedenken im Vorfeld einzubringen? „Dass diese Veränderung viele Sorgen bei den Eltern mit sich bringen würde, war allen Beteiligten klar und ist ja auch verständlich“, erläuterte dazu auf Anfrage Mechthilde Ludwig, die derzeit den erkrankten Schulleiter Martin Nielebock kommissarisch vertritt.

Sie war in die gesamte zu leistende Vorarbeit fest eingebunden, hat zahlreiche Lehrerkonferenzen und Schulkonferenzen konzipiert und abgehalten. Alles immer in Kooperation mit dem Amt für Immobilienmanagement und dem Schulamt. „Es war eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, betont Mechthilde Ludwig. So habe sie auch gemeinsam mit Watermann die Elternschaft informiert.

Und sie hat natürlich auch das Gespräch mit den Eltern gesucht, in denen beispielsweise um eine weitere Gewährleistung der Ganztagsbetreuung an der Schule ging. „Aber auch viele andere Bedenken traten zutage“, so Mechthilde Ludwig, die neben der kommissarischen Leitung an der Nikolaischule die Leiterin der Gottfried-von-Kappenberg-Schule ist.

„Ich glaube, dass ich den Eltern die Notwendigkeit dieser Veränderung deutlich machen konnte“, sagt die kommissarische Schulleiterin. Viel Rücksprache habe sie auch mit Martin Nielebock gehalten.

„Die vorgesehene Zweizügigkeit ist schon eine große Herausforderung für die Nikolaischule“, betont Mechthilde Ludwig. Aber sie sei durchaus zu bewältigen.

Für die Eltern nachfolgender Generationen bedeute ein erfolgreicher Start und eine Etablierung der neuen Grundschule zukünftig die Möglichkeit, zwischen zwei Schulen und damit zwischen zwei Schulprofilen wählen zu können, nennt Mechthilde Ludwig noch einen aus Sicht der Eltern ganz wichtigen Aspekt.

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