Schwerpunkt der Angebote liegt auf „Familie“
Alle Anforderungen erfüllt

Münster-Wolbeck -

Das Familienzentrum Wolbeck bekommt zum zweiten Mal sein Gütesiegel verliehen.

Mittwoch, 23.05.2018, 22:00 Uhr

Freuen sich über die Rezertifizierung des Familienzentrums Wolbeck: (v.l.) Stadtteilberaterin Anne-Mieke Mergenthaler, Mechthild Lödding, Leiterin der Kita St. Nikolaus, Miriam Averbeck, Leiterin der Outlaw-Kita Holtrode und Birgit Klaer, Leiterin der Kita Am Schulzentrum. Nicht auf dem Foto ist, weil verhindert, Sonja Platte, Leiterin der Kita Am Drostenhof.
Freuen sich über die Rezertifizierung des Familienzentrums Wolbeck: (v.l.) Stadtteilberaterin Anne-Mieke Mergenthaler, Mechthild Lödding, Leiterin der Kita St. Nikolaus, Miriam Averbeck, Leiterin der Outlaw-Kita Holtrode und Birgit Klaer, Leiterin der Kita Am Schulzentrum. Nicht auf dem Foto ist, weil verhindert, Sonja Platte, Leiterin der Kita Am Drostenhof. Foto: na

Alle Hürden sind überwunden, alle Anforderungen erfüllt: Das Familienzentrum Wolbeck erhielt zum zweiten Mal sein Gütesiegel. Es ist vom zuständigen Forschungs- und Entwicklungsinstitut „PädQUIS“ nach vier Jahren erfolgreich rezertifiziert worden, wie es fachgerecht ausgedrückt wird. Zu dem Familienzentrum Wolbeck hatten sich 2013 die städtischen Kitas am Schulzentrum und am Drostenhof, die Outlaw-Kita Holtrode sowie die katholische Kita St. Nikolaus zusammengeschlossen.

Der Ablauf der Bewerbung bestand erneut aus dem Ausfüllen eines umfangreichen Fragebogens, der unter anderem nach den Angeboten und Veranstaltungen des Familienzentrums fragte. „Dass diese auch tatsächlich stattgefunden hatten, mussten wir mit dem Anfügen einer Teilnehmerliste belegen“, nennt Miriam Averbeck, Leiterin der Kita Holtrode, ein Beispiel, wie genau und detailliert alle Angaben überprüft wurden. So gehörte ein dicker Ordner zu den Bewerbungsunterlagen, ergänzt als besonderes Thema durch eine Sozialraumanalyse. „Im Schwerpunkt stand dabei die Analyse der Lebenssituation von Familien“, berichtet Mechthild Lödding, die die Kita St. Nikolaus leitet. „Wir haben von Anfang an sehr gezielt versucht herauszufinden, was die Familie braucht und wie der Bedarf aussieht“, so Miriam Averbeck.

Nicht zuletzt das macht deutlich, worauf das Familienzentrum Wolbeck seinen ganz besonderen Schwerpunkt legt: auf die Familie. „Dieser Anspruch geht damit deutlich darüber hinaus, den eine normale Kita zu leisten hat“, betont Birgit Klaer, Leiterin der Kita Am Schulzentrum. Mit vier Verbundeinrichtungen sei, das hob sie in diesem Zusammenhang hervor, das Familienzentrum Wolbeck das größte in ganz Münster sei und verfüge dabei zudem als Besonderheit über drei verschiedene Träger.

Dass man von einer Erfolgsgeschichte der Verbundeinrichtung sprechen könne, das liege, so Mechthild Lödding, vor allen Dingen an der überaus guten Vernetzung mit vielen wichtigen Institutionen und Einrichtungen. Als Beispiel nennt sie Anne-Mieke Mergenthaler von der Diakonie Münster, die als Stadtteilkoordinatorin „Frühe Hilfe“ mit dem Familienzentrum kooperiert. Entstanden ist auf dieser Schiene unter anderem der Eltern-Kind-Treff „Café Mini“, das, so Anne-Mieke Mergenthaler, genau zu ihrem Konzept passe, Eltern mit Kindern von 0 bis sechs Jahren zu fördern.

Ein weiteres Beispiel: „Wir hatten einen Elternabend zum Thema Medien geplant und das Haus der Familie konnte uns sofort einen Referenten vermitteln“, weist Mechthild Lödding auf eine gute Kooperation hin. „Alle Angebote, die wir machen, sind nicht nur für die Eltern offen, sondern auch für alle Interessierten“, hebt Miriam Averkamp in diesem Zusammenhang hervor.

So haben alle Kinder die Möglichkeit, an den Kursen teilzunehmen, die die Musikschule in der Kita Am Schulzentrum gibt.

Geburtsvorbereitungskurse, der Selbstbehauptungskurs für Kinder „Großer Löwe – starke Maus“ oder Babysitterkurse gehören zum Repertoire, wie auch der vor kurzem ins Leben gerufene Sprachkurs „Mütter lernen – Kinder profitieren“. Der wird seit einiger Zeit als Reaktion auf die große Zahl an Flüchtlingen in Wolbeck in der Kita Am Drostenhof angeboten und hatte, wie Birgit Klaer berichtet, am Anfang „etwas Anlaufschwierigkeiten“. Das habe sich aber erfreulicherweise gegeben.

Ideen für die Zukunft haben die vier Kita-Leiterinnen noch genug. „Wir sind sehr experimentierfreudig geworden“, gibt Miriam Averbeck einen kleinen Ausblick auf die Entwicklung.

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