Gewerbeverein Wolbeck bot erstmals „Speed Networking“ an
Ganz fix zum profitablen Netzwerk

MÜNSTER-WOLBECK -

Für den schnellen Flirt gibt es „Speed Dating“. Aber wie finden Geschäftsleute i zueinander?

Freitag, 15.06.2018, 05:30 Uhr

Gute Geschäftsgespräche ergaben sich beim ersten „Speed Networking“ des Wolbecker Gewerbevereins in der „Kiepe“.
Gute Geschäftsgespräche ergaben sich beim ersten „Speed Networking“ des Wolbecker Gewerbevereins in der „Kiepe“. Foto: anh

Das erste „Speed Networking“ des Gewerbevereins Wolbeck war ein Auftakt: Die Veranstaltung könnte sich etablieren. „Die Vernetzung untereinander ist das Ziel“, erläuterte Heike Schapmann, stellvertretende Vorsitzende des Vereins: „Sich kennenlernen, austauschen, profitieren vom Know-how der Anderen, neue Wege gehen.“

„Das machen wir bestimmt noch mal“, sagte die Gewerbevereins-Mitarbeiterin Birgit Schulte hinter der Stoppuhr, „möglichst unkompliziert“.

Es liefen an sechs, später an sieben Tischen in der „Kiepe“ Geschäftsgespräche unter jeweils vier Augen. Vertreten waren unter anderem die Branchen Buchhandel, Architektur, Reisebüro, Gastronomie, PC-Hilfe, Energie, Versicherung, Fußpflege, Raumausstattung, Kunst und Tagespflege. „Ich komme mit den zwei Minuten nicht hin!“, meinte eine Teilnehmerin. Auf das Ablaufen der Zeit aufmerksam gemacht, betonte Geschäftsmann Markus Jörissen gegenüber seinem Kollegen Ralph Kunicke: „Wir haben einen Deal gemacht!“ Und Kauffrau Andrea van de Kamp meinte: „Aber ich habe doch noch gar nichts gesagt!“ Aber es gab eine zweite Runde, und nachher einen gemeinsamen Imbiss.

Internationale Küche

Toll fand Schulte, dass „jemand dabei ist, den man noch gar nicht kennt“. Nämlich Khosrow Ghebraei Jahromi, der in Ostfriesland internationale Küche lernte, auch die des Iran. Seit Mai ist er als Caterer an der Münsterstraße zu finden, mit Bude und als „Koch für große und kleine Feiern“. Er fand es zum Beispiel spannend, mit Ralph Kunicke, dem PC-Helfer, zu sprechen – Computer-Probleme könne man in jeder Branche haben. Um mit Menschen Kontakt aufzunehmen, etwa um deren Geschmack zu erkunden, darum ist der Koch Unternehmer geworden. Er will sich nicht in seiner Küche verstecken. Für die Architektin und Gebäude-Energieberaterin Sarah Zietek vom Planungsbüro „buildinggreen“ war es interessant, herauszufinden, was eigentlich Thumanns Energiewerkstatt macht. Vor dem Treffen habe sie nur drei der Teilnehmer gekannt.

Die Idee für das „Speed Networking“ war beim Stammtisch des Gewerbevereins entstanden. Die Unternehmer der vielen inhabergeführten Geschäfte stünden zwangsläufig lange im Laden, so Schapmann, da sei ein besonderes Format günstig. Die Anzahl der Teilnehmer war am Mittwoch passend. Freilich kam nicht jeder Angemeldete zum „Speed Networking“ – und viele Teilnehmende gehörten zum Vorstand.

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