Theater XS wagt sich an Klassiker
Di., 03.05.2011
Kinder spielen Goethes Faust
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Münster - Respekt! Stefanie Bockermann traut ihren Kleinen was zu. Und wäre es das erste Mal, man müsste sagen „ein Himmelfahrtskommando“. Aber die münsterische Theaterfrau hat mit ihren Produktionen „Leonce und Lena“ und „Romeo und Julia“ bereits gezeigt: Auch Kinder können Klassiker. Jetzt wagt sich das „Theater XS“ an ein Monument: Goethes „Faust“.
Und das ist ein anderes Kaliber, weiß auch Bockermann: „Die Herausforderung ist größer, weil der Text noch ferner von der Sprachwelt der Kinder ist, die Themen sind jedoch mal wieder den Kindern sehr vertraut.“ Die Inszenierung wird mit viel Körpersprache und -einsatz, mit Hexenzauber und Teufelslist arbeiten: Es soll den Zuschauern ein wenig die Sinne vernebeln und das Gruseln lehren.
Gefragt wird nach Schein und Sein, Verführbarkeit und „wie viel Lust am Bösen wir in uns tragen und wie wir wieder herauskommen, wenn das Kind einmal in den Brunnen gefallen ist“.
Es gibt viel Musik (Komposition: Timo Kuhn aus Bochum), Bewegung, starke Blicke und Gesten. Kostüme und Ausstattung (Franziska Schwanz) sind eine Mischung aus Zirkus und 70er Jahre Second Hand. Gott ist eine Göttin und tritt auf als eine Mischung aus Dompteuse und Diva. Bockermann: „Das Ende ist unser Ende, und so vielleicht noch nicht vorgekommen.“
Das kindliche Ensemble hat einen festen Stamm von sieben Spielerern, die seit zwei, drei Jahren dabei sind, für „Faust“ ist ein neuer Spieler hinzu gekommen.
» Premiere ist am Samstag (7. Mai) um 17 Uhr „Zukunftswerkstatt im Xviertel“, Schulstraße 43. Dort findet am Sonntag (8. Mai) um 17 Uhr die nächste Vorstellung statt; weitere: 16. und 17. Juni um 17 Uhr im „Kleinen Bühnenboden“, Schillerstraße 48a. Karten: ' 396 45 27 oder email@theater-xs.de.
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