Unterbringung in Containern

Fr., 11.11.2011

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Der Umzug der Bundespolizei verzögert sich

Die 200 Bundespolizisten sind an ihrem Sitz an der Schaumburgstraße teilweise in Containern untergebracht. Sie erhoffen sich einen möglichst schnellen Umzug in die alte Bahndirektion.Foto: (Matthias Ahlke)
Von Günter Benning

Münster - Neue Verzögerung beim Umzug der Bundespolizei in die alte Bundesbahndirektion. Schienen vor den Sommerferien die Ampeln auf Grün zu stehen, bremst jetzt offenbar das Bundesamt für Immobilienaufgaben (BIMA) in Münster. Für sie stelle sich „in erster Linie die Frage, wie sich das haushaltsmäßig zusammenschüttelt“, orakelt Abteilungsleiterin Sigrid Rabe.

Für die 200 Bundespolizisten, die an der Schaumburgstraße teilweise in Containern untergebracht sind, wird das Warten zum Nervenkrieg. Schien vor über einem Jahr ein Umzug in die alte Bahndirektion abgemachte Sache, wurde der Umzug Anfang des Jahres auf die lange Bank geschoben.

Sparen war die Devise des Innenministeriums. Doch vor den Sommerferien lockerte sich der verhangene Himmel über den Polizisten, die für die Sicherheit auf Bahnhöfen und Flughäfen arbeiten. Gespräche mit dem neuen Vermieter seien in Auftrag gegeben, hieß es bei der Bundespolizeiinspektion in St. Augustin, die für Münster zuständig ist. „Im September 2012“ treffe man sich zur Einweihung.

Davon ist nun keine Rede mehr. BIMA-Abteilungschefin Rabe spricht von „gewissen Varianten“, „Alternativen“ und „langfristigen Verfahrensabläufen“. Bis Jahresende hoffe sie auf einen Vertragsabschluss. Ob mit der Aurelis GmbH, die das Bahngebäude saniert, ist offen.

Doch für die Aurelis drängt die Zeit. Der Umbau des Bahngebäudes läuft auf vollen Touren. Für die Bahnpolizei müsste Spezielles eingebaut werden: Zellen, ein Parkdeck, Umkleiden mit Duschen. Über das Raumprogramm hat sich die Aurelis mit der Polizei längst verständigt. Das Bremsen der BIMA stößt auf Unverständnis. „Es gibt“, sagt Aurelis-Pressesprecher Dirk Drahtsdrummer, „auch andere Interessenten“.

Bei der Polizei vermutet man, dass die BIMA auf Geheiß von oben bremst. Doch das Bundespolizeipräsidium in Potsdam erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, der Umzug sei „weiterhin angestrebt“. Die BIMA sei beauftragt, „die notwendigen Verhandlungen“ zu führen. Im Berliner Bundesinnenministerium, aus dem mögliche Sparvorgaben zu erwarten wären, hieß es auf Nachfrage, das sei Polizeisache.

CDU-Bundestagsabgeordneter Ruprecht Polenz und Ex-NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper haben dennoch jüngst direkt an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich geschrieben, um der Sache Dampf zu machen. Polenz: „Es geht um ein unhaltbares Provisorium - jetzt hat man die Chance, Nägel mit Köpfen zu machen.“

Für einen Umbau rechnet man bei Aurelis - inklusive Ausschreibung - mit einem Jahr. Bis Dezember 2012 dürften die Bundespolizisten noch warten müssen. Bis dahin heißt es: Warten auf die BIMA.


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