Sa., 28.06.2014

Cold-Water-Challenge: Neun Verletzte Spaß-Fahrt mit dem Traktor wird zur Horror-Fahrt

Mettingen - Neun Personen wurden am Freitag bei einer Fahrt mit einem Traktor und einem mit Wasser gefüllten Muldenkipper verletzt. Die Spaßfahrt wurde zur Horrorfahrt. Nach Informationen unserer Zeitung hing die Fahrt mit einer sogenannten Cold-Water-Challenge zusammen.

Von Uwe Renners

Bei einem nicht alltäglichen Unfall wurden am Freitagnachmittag neun Personen zum Teil schwer verletzt. Nach Informationen unserer Zeitung hing die Fahrt mit einer sogenanten Cold-Water-Challenge zusammen, es waren auch Mitglieder der Landjugend Mettingen beteiligt. Ein Mitglied des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, der nicht genannt werden wollte, erklärte auf Nachfrage, „dass das eine rein private Veranstaltung war“. Es seien Mitglieder der Landjugend  beteiligt, aber es sei keine Veranstaltung der Landjugend gewesen.

Wasserwellen

Nach bisherigem Ermittlungsstand ließen sich 10 Personen aus  Mettingen und Ibbenbüren am Freitagnachmittag im Alter von 16  bis 26 Jahren in einem mit Wasser gefüllten Muldenkipper transportieren, der von einem Traktor gezogen wurde. Der Fahrer gab laut Polizei mehrfach - und das auch beabsichtigt -  Gas, um dann wieder schnell abzubremsen. Dadurch entstanden derart starke Wasserwellen, dass sieben Personen über den Rand des Kippers nach vorne und hinten herausgedrückt wurden und sich dabei verletzten.

Frontlader

Am Freitagnachmittag in Mettingen verletzten sich  bei der Aktion auch zwei Personen, die sich während des Unfalls auf einer Arbeitsbühne des Frontladers befanden, weil der Transportkorb beim Bremsvorgang aus bislang ungeklärter Ursache in Schwingungen geriet. Die leicht bzw. zum Teil auch schwerverletzten Personen wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, das Traktor-Gespann wurde sichergestellt.

Feuerwehren

Bei den Feuerwehren hat die Cold-Water-Challenge in den vergangenen Wochen bereits für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Die Hanseatische Feuerwehrunfallkasse (HFUK) Nord betrachtete den Trend mit Bedenken und wies auf die Gefährdung der eigenen Gesundheit und den mangelnden Versicherungsschutz hin. Viele Feuerwehren, besonders die Berufsfeuerwehren, nahmen darauf hin Abstand von der Idee, sich zu beteiligen. Bei einigen Freiwilligen Feuerwehren kam es sogar zu Rücktritten des Vorstandes nach solch einer Aktion.

"Die Führungen der Freiwilligen Feuerwehren als auch die gesetzliche Unfallversicherung dürfen dabei jedoch die Sicherheit der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren nicht aus dem Blick verlieren. Hier wird definitiv eine Grenze überschritten", heißt es in einer Mitteilung der Unfallkasse NRW , die darauf hinweist, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei den Wehren bei solch einer Aktion nicht greift.

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