Sa., 09.05.2009

Münsterland Gut fürs Image

Probe für den nächsten Dreh: Stimmen Motiv, Beleuchtung und Ton?Fotos (2): (Mareike Lindemann)
Von Mareike Lindemann

Lienen - Was die Zuschauer in ein paar Monaten zu sehen bekommen, sind dreieinhalb Minuten.

210 Sekunden, die dokumentieren sollen, wie ein Brandeinsatz der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lienen verläuft. Wie diese im Fall der Alarmierung am Arbeitsplatz alles stehen und liegen lassen, zur Feuerwache fahren, zum Einsatzort düsen und dort ihren Dienst verrichten. „Ein kleiner Imagefilm“, sagt Wehrführer Heinz-Eckhard Achelpohl, der die Idee gemeinsam mit seinem Sohn Markus ausgeheckt hat. Eine Dokumentation, die die Feuerwehrmänner im Rahmen ihres 100-jährigen Jubiläums vorführen und sie nachher auf der eigenen Homepage veröffentlichen wollen. Und vor allem eine, für die das gesamte Wochenende über in der Feuerwache, bei GSL und im Dorf gedreht wird.

Die Drehtage sind lang. Und manch einer wird die fünfköpfige Filmcrew um Markus Achelpohl am Freitag bereits entdeckt haben. Vormittags die Innen- und Außenaufnahmen mittels Schwenkkamera an der Wache, nachmittags die Szenen mitten in Lienen. Immer wieder müssen Aufnahmen wiederholt werden und die Feuerwehrwagen erneut Richtung Thieplatz düsen. Es ist harte Arbeit, das merken die Darsteller aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr schnell. Und es geht professionell zu. Das zeigt ein Blick hinter die Kulissen.

Fenster werden abgedunkelt, die Szenenbilder ausgeleuchtet, die Kameras in Position gebracht, der Ton eingestellt. Die schauspielernden Kameraden müssen in die Maske. Abpudern, damit das Gesicht nachher nicht glänzt. Markus Achelpohl, von Hause aus Medienkaufmann, und seine Crew stehen unter Hochspannung. Der Terminplan ist eng. Das Drehbuch lässt keine größeren Verzögerungen zu. Bei dem Werk handelt es sich um eine Projektarbeit von Markus Achelpohl. Zig Szenen müssen in drei Tagen gedreht werden. Da bleibt keine Zeit für Experimente.

Das Drehbuch hat der 29-jährige Regisseur Achelpohl aus Köln deshalb schon in den vergangenen zwei Monaten geschrieben. An diesem Wochenende arbeitet er mit seiner Crew - allesamt Mediengestalter und -kaufleute - die einzelnen Szenen ab. Dass am Ende nur dreieinhalb Minuten übrig bleiben sollen, können weder Hauptdarsteller Volker Niemann noch seine Kameraden glauben. So viel Arbeit und Aufwand für lediglich 210 Sekunden? Die Filmcrew, für die der Imagefilm über die Freiwillige Feuerwehr eine Projektarbeit ist, schmunzelt und macht sich schnell wieder an die Arbeit. Die Zeit drängt. Und noch ist längst nicht alles im Kasten.

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