„Billerbecker Eier“ kommen aus Niedersachsen
Do., 09.02.2012
Verbraucherschützer beanstanden Verpackung - Bauer wirbt seit 60 Jahren mit dem Dom
Mit dem roten Zahlencode können Interessierte herausfinden, aus welchem Betrieb das Ei stammt.
BIllerbeck -
Für Wirbel sorgt derzeit eine Eierverpackung in Billerbeck. Denn: Auf der Verpackung ist der Dom in seiner vollen Pracht zu sehen, daneben steht „Billerbecker Eier“. Aber die Eier kommen nicht aus den Baumbergen, sondern aus dem niedersächsischen Laar.
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„Man könnte denken, dass es ein Produkt aus der Region ist“, sagt Mechthild Schneider von der Verbraucherschutzzentrale Münster. Es sei eine Täuschung. Die Verbraucherschutzzentrale schickt die Verpackung zu Juristen nach Düsseldorf, die den Fall prüfen. Jetzt muss das Billerbecker Unternehmen, das die Eier vertreibt, mit einer Aufforderung rechnen, die Werbung zu unterlassen.
Vertrieben werden die Eier vom „Billerbecker Frischei Vertrieb“. „Seit 60 Jahren haben wir den Dom auf der Verpackung“, sagt Inhaber Wilhelm Voss. „Wir sind ein Billerbecker Unternehmen. Deswegen auch das Bild.“ Die Verpackung sei rechtlich in Ordnung – das sagt der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen, kurz: KAT. „Auf dem Ei ist der Zahlencode eingegeben, der erläutert, woher das Ei stammt“, sagt ein KAT-Mitarbeiter. Die Verpackung will Voss dennoch ändern, um Irritationen zu vermeiden.
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